Google Street View im Landkreis Traunstein unterwegs
Mai 9th, 2010 | by lukk | Rubrik: AllgemeinLandkreis Traunstein. Im Mai, so kündigt es der Internet-Riese Google an, werden wir im Straßenverkehr im Landkreis Traunstein etwas Neues erleben. In der Regel sind es handelsübliche Pkw, auf deren Dach auf einem Dachträger an einem kleinen Mast ein Kopf mit Kameras montiert ist. Während der Fahrt dieses Fahrzeuges im Dienst von Google fotografieren die Kameras den Straßenausschnitt von 360° rund um den Pkw-Masten herum, wie auch im senkrechten Winkel von 290°. Zur gleichen Zeit zeichnet ein GPS-System den genauen Standort des Fahrzeuges auf. Weiter werden die sogenannten WLAN-Netze, die Funknetze aufgezeichnet, über die Privatleute und Firmen kabellos ins Internet gelangen. Erfasst werden sollen so alle öffentlichen Straßen und Plätze.
Im nächsten Schritt setzt Google die so gewonnenen Fotos und Daten zu Rundum-Bildern zusammen, die dann später im Internet in Diensten wie Google Maps virtuelle Standrundfahrten am heimischen Computerbildschirm ermöglichen. Mit der Maus fährt man dann durch die Metropolen der Welt, aber auch die heimischen Städte.
Befahren und aufgezeichnet werden dabei nur öffentliche Straßen. Der Blick entspricht also dem eines Fußgängers oder Autofahrers, der auf öffentlichen Wegen unterwegs ist. Natürlich werden auch Personen und Kfz-Kennzeichen fotografiert. Google versichert aber, dass die Gesichter und Kennzeichen mit einer speziellen Software vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht werden.
Sie haben also die große Chance, dass über kurz oder lang auch Ihr Haus im Internet verewigt wird. Sie möchten das nicht? Google hat auf Drängen der deutschen Datenschützer zugesagt, vor der Veröffentlichung von Straßenbildern aus Deutschland im Internet eine Funktion zur Verfügung zu stellen, mit der jeder der Veröffentlichung einer Abbildung seines Hauses widersprechen kann. Widerspruchsberechtigt ist dabei neben dem Hauseigentümer auch der Mieter. Nach neuesten Abreden mit der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner will Google die Deutschlandbilder erst veröffentlichen, wenn die eingegangenen Widersprüche gegen die Veröffentlichung eigener Objekte abgearbeitet sind. Sammelwidersprüche sollen möglich sein, Widerspruchsrechte der Gemeinden oder Städte für Ihr Gebiet soll es aber nicht geben.
Was dem einen ein Eingriff in die Privatsphäre ist. ist für andere willkommenes Marketing-Modell. Überall auf der Welt haben Unternehmer Ihr Haus, Ihre Firma für diese Fahrten besonders herausgeputzt. Bands sind zum Musizieren auf die Straße gegangen. Werbetransparente wurden gespannt. Tourismus-Manager haben sogar versucht, typische Veranstaltungen ins Leben zu rufen, damit die Fotos davon in Street View veröffentlicht werden. So sollen zusätzlich zu dem reinen Landschafts- und Straßenabbild auch Emotionen vermittelt werden, damit der Internet-Nutzer sich zu einem Besuch oder Urlaub entschließt.























































[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Ludwig Flug erwähnt. Ludwig Flug sagte: Google Street View im Landkreis Traunstein unterwegs: http://bit.ly/avCalF via @addthis [...]
jetzt auch bei Topsy! Wundervoll! Gruß L