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Unterwössen | Altbürgermeister Josef Kurz-Hörterers letzter Weg

Autor +Ludwig Flug
Feb 27th, 2011 | by | Rubrik: Nachlese, Unterwössen
Beerdigung

Beerdigung

Unterwössen. In einem bewegenden Gottesdienst, begleitet von Kirchenchor und Musikkapelle Wössen, nahmen die Bürger Unterwössens und viele Weggefährten aus dem Achental und Landkreis in der vollen Pfarrkirche St. Martin Abschied vom am Montag verstorbenen Altbürgermeister Josef Kurz-Hörterer (wir berichteten ausführlich).

Pfarrer Klaus Wernberger stellte seinem Leben das Gleichnis vom Bauern gegenüber, der seinen Besitz vergrößern konnte auf die Fläche, die er an einem Tag umschreiten konnte. Der war aber so maßlos, dass er auf seiner Wanderung zwar unglaublich viel Grund sicherte, ob seiner Anstrengungen aber unmittelbar danach verstarb. Wie anders sei da der Altbürgermeister daher gekommen. Er sei sehr fleißig gewesen. Dabei habe er aber immer auf das Wohlergehen der anderen geschaut, seiner Familie, der Pfarrei oder der Gemeinde, und auch auf das seiner Rösser. Uneigennützig und immer auf die Gemeinschaft und die Mitmenschen bedacht sei er gewesen. Pfarrer Wernberger ließ noch einmal Kurz-Hörterers  eindrucksvollen Lebensweg und Werdegang passieren. Die Fürbitten verlas Anneliese Färbinger.

Gemeinde

“Seine Gemeinde Unterwössen, das Achental, der Chiemgau, das war die Welt, die unser ehemaliger Bürgmeister Kurz-Hörterer liebte, für die er lebte und arbeitete!” so stellte das Bürgermeister Hans Haslreiter in seinem Nachruf im Anschluss an den Gottesdienst in der Pfarrkirche heraus. Nie habe er nach sich gefragt, sondern nach denen , die blieben: Frau, Familie, Freunde und Vereine, und seine Mitbürger. Aus der umfangreichen Aufzählung der Leistungen zog Bürgermeister Haslreiter das Fazit, dass Sepp Kurz-Hörterer eine Infrastruktur aufgebaut habe, die für Gemeinden vergleichbarer Größe völlig ungewöhnlich sei. Kurz-Hörterer habe immer ein Ohr für jeden Bürger gehabt. Bescheidenheit, Fleiß und ein enormes Gedächtnis hätten ihn ausgezeichnet. Gern erinnerte sich Haslreiter daran zurück, wie sehr es den Sepp Kurz-Hörterer gefreut habe, als ihm in 1972 das “Zusammenwachsen von Unter- und Oberwössen” gelang. Genauso gern erinnere er sich an die für ihn selbst als damals zweiten Bürgermeister schönen und lehrreichen  Jahre mit dem Bürgermeister Kurz-Hörterer. Er spreche der Familie und den Angehörigen auch namens des Gemeindrates, der Verwaltung und der Bürger sein tiefes Mitgefühl aus.

Trachtenverein D’Achentaler

Zweiter Trachtenvorstand Otto Dufter des Trachtenvereins D’Achentaler Unterwössen gedachte des Ehrenmitgliedes Josef Kurz-Hörterer als einem herzenswarmen Menschen, der immer zu der  Jugendarbeit und Jugend gestanden habe, und seiner Zeit weit voraus gewesen sei. Gern gedachte er der Unterstützung, die die Trachtler durch Ihn durchweg erfahren hätten. Dazu rief er einzelne Bilder besonderer persönlicher Erinnerungen ins Bewusstsein, die er schon als kleiner Junge erfahren hatte und die sich bis heute bei ihm eingeprägt hätten.

Trachtenverein D’Rechlberger

Auch der Trachtenvorstand Ludwig Voit der Oberwössner D’Rechlberger erinnerte sich gern an das Vereinsmitglied Josef Kurz-Hörterer. Das wäre nie einer gewesen, der nur mitgeschwommen sei. Kurz Hörterer habe die Dinge selbst in die Hand genommen und nachdrücklich verfolgt. Der Trachtenverein habe ihm neben den besonderen Leistungen für den Verein, wie dem Probenraum in der Schule vor allem zu danken, dass er immer ein Herz für Oberwössen gehabt habe.

Schützengesellschaft Gscheuerwand

Ähnlich aktive Vereinsarbeit bescheinigte auch der Vorstand der Schützengesellschaft Gscheuerwand Martin Stocker. Seit 1967 sei Kurz-Hörterer aktiv dabei gewesen, so ernsthaft, dass kurz darauf seine Leistungen zum Schützenkönig geführt hätten. Vor allem sei er der Antrieb für den Schießstand über dem Hallenbad gewesen.

CSU-Ortsverband

Herrmann Minisini, Vorstand des Ortsverbandes der CSU, blickte zurück auf die Zeit, als der Bürgermeister nach seinem Eintritt in die CSU die gemeinsamen Ziele verwirklicht habe. Josef Kurz-Hörterer sei der Beweis dafür, dass es keinen Akademiker benötige, ein besonderer Bürgermeister so einer Gemeinde wie Unterwössen zu sein. Dessen gesunder Menschenverstand, sein Wille und seine Kraft hätten die besonderen Erfolge in Unterwössen und im Achental gebracht.

VR-Bank

Mit einem herzlichen “Vergelt’s Gott” nahm Vorstand Hans Höglauer der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee Abschied vom langjährigen ehrenamtlichen Vorstand, Aufsichtsratsvorsitzenden und Wegbegleiter. 62 Jahre sei Josef Kurz-Hörterer Mitglied gewesen und habe an der Entwicklung der VR-Bank und dem wirtschaftlichen Leben im Achental erheblichen Anteil gehabt. Immer habe dabei den Josef Kurz-Hörterer die Nähe  zur Bank und zu den Menschen ausgezeichnet.

Krieger- und Soldatenverein

In Dankbarkeit für die Verdienste des Kameraden verabschiedete der Vorstand des Krieger- und Soldatenvereins Lorenz Plenk sich vom Altbürgermeister.

Unter Begleitung der Musikkapelle, in Begleitung vieler Vereinsfahnen und Vereinsabordnungen wurde der Verstorbene dann in einem eindrucksvollen Trauerzug unter dreifachem Kanonensalut zu Grabe getragen.

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