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Unterwössen | Aufbruchstimmung am Balsberg

Autor +Ludwig Flug
Mai 12th, 2011 | by | Rubrik: Nachlese, Unterwössen
Initiative möchte wieder Skibetrieb am Unterwössner Balsberg

Ein Foto aus besseren Tagen, als am Balsberg im Jahr 2003 sogar beide Lifte in Betrieb waren. Jetzt entsteht in Unterwössen eine Initiative den Betrieb dort für den kommenden Winter wieder aufzunehmen.

Engagierte Wössner wollen zusammen helfen

Unterwössen. Wieder ein Winterbetrieb am Wössner Balsberg? Das ist eine Frage, die offensichtlich viele Bürger bewegt, denn der von der Ski-Abteilung im SV Unterwössen initiierte Infoabend fand mit ca. 20 Teilnehmern im Wössner Bräustüberl eine gute Resonanz. Bürgermeister Hans Haslreiter und Zweiter Bürgermeister Barthl Irlinger waren gekommen, Gemeinderatsmitglieder, Kindergartenmitarbeiter, Vermieter, der Vorstand des SV Unterwössen waren erschienen.

Das ist der Sachstand

Bürgermeister Haslreiter informierte über den Sachstand rund um die Balsberglifte. Der Versuch aus dem Winter 2009/2010, als mit von der Gemeinde eingesetztem Personal der Lift betrieben wurde, kam in der Summe mit Betriebskosten und anderem zu teuer. Für den Winter 2010/2011 hatte der Eigentümer angeboten, den Lift kostenlos zu überlassen. Doch aus Sicht der Gemeinde und auch der Skischulen machte ein Betrieb ohne beheizte Räume und Verpflegung keinen Sinn. Bis zum letzten Winter fand sich keine überzeugende Lösung. Die Gaststättenräume am Balsberg sind zwischenzeitlich vermietet und werden als Büroräume genutzt.

Winterbetrieb am Balsberg geht alle an

Vor dem Hintergrund dieser Informationen entwickelte sich dann eine lebhafte Diskussion. Vermieter und Familienvater Peter Pöppl verwies darauf, dass der Winterbetrieb am Balsberg alle angehe. Das sei nicht nur eine Tourismusfrage. Gerade für die Kinder im Dorf, den Kindergarten und die Einheimischen habe sich der Balsberg  über die Jahre bewährt und geholfen, die Kinder an den Wintersport und die Bewegung in frischer Luft heran zu führen.

Auch eine finanzielle Herausforderung

Allen Anwesenden war klar, dass es auch eine finanzielle Frage sei, den Balsberglift zu betreiben. Die Auflagen des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) sind zu erfüllen, die Betriebskosten müssen gedeckt werden. Werbung für das auflebende Angebot müsste betrieben werden. Kurt Schramm schlug vor, Sponsoren für eine Bandenwerbung am Berg zu suchen.

Hinzu kam, dass die Anwesenden sich weitgehend einig waren, dass ein Angebot nur Sinn mache, wenn in irgendeiner Form für Bewirtung und Verpflegung am Lift gesorgt wäre. Beides käme auch den Langläufern in der nahen Loipe zugute. Von den Besuchern kamen aber auch Vorschläge, das dortige Angebot zu erweitern, z.B. im Winter eine Eisfläche am Lift anzulegen.

So soll es angepackt werden

Initiator und neuer Vorstand der Skiabteilung Martin Färbinger fasste das Ergebnis des Infoabends zusammen. Die Stimmung sei positiv und energiegeladen gewesen. Jetzt soll erst einmal das Gespräch mit dem Grundeigentümer geführt werden, zu welchen Konditionen er die Anlage für den Winter überlassen könnte. Danach will der Kreis wieder zusammen finden, um konkretere Ziele zu formulieren und weitere Schritte für die Wintersaison zu unternehmen. Einigkeit besteht allerdings, dass diese Herausforderung nicht von Einzelpersonen, oder einem einzelnen Verein zu stemmen ist.

Kein Platz für eine halbherzige Lösung

In einem Gespräch mit unserer Zeitung sieht das auch Bürgermeister Hans Haslreiter vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen um das Thema Balsberg. Von einer halbherzigen Lösung hält er nichts. Sinn mache der angedachte Betrieb des kleinen Liftes nur, wenn gleichzeitig die Versorgung der Skifahrer und Kinder mit Essen und Trinken gesichert sei. Die technischen Anforderungen des TÜVs müssten erfüllt sein. Er ließ keinen Zweifel, dass es ihn freuen würde, wieder Skifahrer und Rodler am Balsberg zu sehen. Aber dazu müssten eben erst einmal viele Hände zusammen helfen.

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