Unterwössen | Chiemgau Alm Festival auch im Saal ein Erfolg
Jul 25th, 2011 | by lukk | Rubrik: Nachlese, Unterwössen
Dicht gedrängt saßen die Besucher des Hoagart auf dem Moarhof. Quirin Kaiser spielte mit seinen Musikanten auf. Dazwischen gab es feinen Gesang von den Walchschmied-Sängern (im Bild).
Unterwössen. Mit dem Schönsten, was es hat, wollte das Chiemgau-Alm-Festival rund um Unterwössen auftrumpfen: mit einmaliger Bergwelt, viel Musik und bayerischer Lebensart. Doch nachdem die Veranstaltung vor dem Hintergrund der Wetterberichte schon frühzeitig in den Wössner Gemeindesaal und auf den Moarhof verlegt wurde, war klar, dass bei weitem nicht mit dem Ansturm zu rechnen sein würde, den ein Fest in den Bergen ausgelöst hätte.
Trotzdem konnten sich die Veranstalter zufrieden zeigen. Den Reigen der Musikgruppen eröffnete im Wössner Gemeindesaal die Musikkapelle Wössen. In dem gut besuchten Saal, zur Hälfte besetzt je aus Einheimischen und Feriengästen, ergriff die die Gelegenheit, kurz vor der Festwoche auf ihr Jubiläum hinzuweisen. Dazu präsentierte Moderator Andreas Bichler die neue CD der Kapelle. Und weil fast ausschließlich deren neuen Stücke gespielt wurden, fand der Auftritt großes Interesse und großen Beifall. Dazwischen traten mit von jetzt schon vielen Auftritten gestärktem Selbstbewusstsein die jungen Wössner Diandln mit ihrem schönen Gesang auf. Ihr Schlussauftritt endete mit schallendem Gelächter, weil sie darin besangen, wie Adam seine Rippe zurück verlangte, nachdem er diese “probeweise” Gott überlassen hatte. Über die Mittagszeit trat die Altbairische Blasmusik Marquartstein auf. Mit ihrem Repertoire traditioneller Blasmusik fand sie schnell Zugang zum Publikum und machte vor und auf der Bühne des Gemeindesaales Freude. Auch da füllte wieder feiner Gesang die Pausen. Der kam von den charmanten Hochgerndiandln, die aus der Musikschule Grassau hervor gegangen sind. Und ein Heimspiel hatte dann die Gangsteigerl-Musi aus Ober- und Unterwössen. Gestärkt durch Brotzeiten und Mittagstisch wurde den Gästen nicht lang.
Ab 14 Uhr gab es dann auf dem Moarhof am Hochgernweg einen richtigen Ansturm. Vor eine Geräteremise war unmittelbar ein großes Zelt gebaut, in dem schon nach kurzer Zeit kein Platz mehr zu finden war. Heimische Helfer schafften Brotzeiten und selbstgebackene Kuchen heran und das Publikum blieb bis in den späten Nachmittag sitzen. Kein Wunder, denn die vielen Gesprächen, zu denen sich die Gäste an den Tischen zusammenfanden, wurde immer wieder von Auftritten der Walchschmied-Sänger unterbrochen, zu denen es im Zelt völlig still wurde. Dann aber spielten wieder Quirin Kaiser und seine Musikanten munter auf und das Gespräch nahm wieder seinen Lauf. Frei werdende Plätze waren sofort wieder besetzt und alle hatten ihren Spaß an diesem Hoagart.
Bei den Initiatoren des Chiemgau Alm Festivals machte sich nach den Wettersorgen doch Erleichterung breit. Otto Dufter jun., Leiter der hiesigen Musikschule, der die Gäste am Beginn der Veranstaltung begrüßt hatte, zeigte sich unter Berücksichtigung der Umstände sehr zufrieden.






















































