Unterwössen | “Der verliebte Spion”, Bauerntheater Wössen
Mai 29th, 2010 | by lukk | Rubrik: Nachlese, UnterwössenOberwössen. “Der verliebte Spion” hat seine Anna gekriegt, allen gemeinsam ist es gelungen den ruachlosen Viehhändler Pfleiderer auszuschmieren und der letzte Vorhang ist gefallen. Das Wössner Bauerntheater hat seine Saison beendet, für dass es mit dem “Verliebten Spion”, einem Schwank von Franz Schaurer, viel Beifall und Gelächter eingefahren hat.
Die Geschichte war aber auch zu schön. Weil seine Frau Sofie (Claudia Schweinöster) seine Amtsgeschäfte mit seiner jungen Sekretärin Anna (Gabi Haslberger) ständig eifersüchtig überwachte, verfiel der Bürgermeister Ostler (Wolfgang Färbinger) darauf, den zu diktierenden Brief als “geheim” zu titulieren. Das sperrte zwar die Ehefrau aus, doch der Viehhändler Pfleiderer – mit allen Wassern gewaschen – bekam Wind davon, witterte ein Geschäft und schleuste seinen angeblich tauben Lehrling Loisl ein, um das Geheimnis zu erlauschen.
Doch hinter dem Brief lauerte kein Gewinn, sondern ein Riesenschaden für den Eigentümer eines Straßengrundstücks, zuerst dem Ökonomen Haslinger (Robert Rieger). Grundstück und Schaden schoben sich die Beteiligten wie einen Schwarzen Peter listenreich oder unbewusst untereinander zu. Genug Raum für die wildesten Verwicklungen. So war das Publikum schon auf halber Strecke erleichtert, weil der Schaden jetzt dem Bösewicht Pfleiderer drohte, doch schon schaffte die eifersüchtige Frau Bürgermeister wieder neue Unordnung. Viel Beifall und Gelächter gab es bis zum glücklichen Ende.
Und wenn ein Stück Spaß macht, spielen auch die Schauspieler wunderbar. Viel Beifall gab es für die klarsichtige Hausmagd Zenz (Johanna Steiner), wenn sie den eben noch so selbstbewussten Viehhändler Pfleiderer (wandlungsreich Regisseur Anton Blank) zur Schnecke machte, und der sich wie ein Wurm unter den Beschimpfungen wand. Oder der Loisl (Peter Haslreiter), wenn er einerseits den Nichteingeweihten den Tauben vorspielte, Sekunden später aber den Eingeweihten Rede und Antwort stand. Letztendlich fand der Pfleiderer allein in ihm seinen Meister.
Zu danken war das schöne Stück, so hob die Vorsitzende Claudia Schweinöster am Ende nachdrücklich hervor, vor allem auch den Personen im Hintergrund: den Soufleusen Anneliese Färbinger und Christa Gasteiger, den Bühnenbildnern Anton Blank und Wolfgang Färbinger, der Maskenbildnerin Burgi Bauer und dem übrigen Team.
Im Rückblick war die Saison ein voller Erfolg. Die Vorstellungen waren entweder ausverkauft, z.B. gleich die Premiere mit den Oberwössner Röckefrauen und Anhang im Zuschauerraum, oder sehr gut besucht. Familien mit Kindern und Senioren nahmen die Frühvorstellungen um 18 Uhr so gut an, dass es sie auch in der nächsten Saison geben wird.
Für die nächste Saison wird das Bauerntheater im Herbst ein neues Stück aussuchen und proben. Die Premiere möchten die Schauspieler wieder am Ostersonntag aufführen.























































