Unterwössen | Eigenintiative der Oberwössner Trachtenjugend bringt Feldkreuz
Jun 17th, 2011 | by lukk | Rubrik: featured, Nachlese, Unterwössen
Pfarrer Klaus Wernberger hatte sichtlichen Spaß an dieser - wie er sagte - nicht alltäglichen Idee bei der Weihe des neuen Feldkreuzes des Trachtenvereins D'Rechlberger. Die war aus der Trachtenjugend entstanden und gleich von den jungen Leuten umgesetzt worden.
Unterwössen. Die Einweihung des Feldkreuzes der Jugend im Trachtenverein D’Rechlberger, Oberwössen, war etwas Besonderes. Das merkte man an dem guten Zuspruch der vielen einheimischen Besucher, die aus diesem Anlass zum Baschtlbichl an den Forstweg zur Feldlahnalm am Hammerergraben gekommen waren. Besonders war aber auch diese Initiative der jungen Leute.
Die beeindruckte den Trachtenvorstand Ludwig Voit. Er berichtete in seiner Begrüßung, dass sich im Rahmen der Vereinsarbeit die Jugendlichen mit ihrer Dorfgeschichte auseinander gesetzt hätten. Sie hätten Heimatkunde betrieben. Neben den alten Höfen und der Geschichte hatten sie sich besonders für die Hofschilder und Feldkreuze interessiert. Als sie feststellten, dass 240 dieser besonderen Schilder nur vier Feldkreuze gegenüber standen, hätten die jungen Leute daraus die Idee zum Feldkreuz entwickelt. Den Herrgott für das Kreuz hätte der Ehrenvorstand der Trachtler für sie gehabt. Der Platz sei deshalb gewählt, weil er schön oberhalb des Dorfes liege, aber vor allem das Kreuz jetzt vor dem Rechenberg stehe, dem Namensgeber der Trachtler. Ein pensionierter Wasserbauer hätte für Material für die Hangbefestigung gesorgt. Die Jugendlichen hätten Baggerfahrer, Bauunternehmer und Bauern für sich eingespannt. Das Material für das Kreuz hätten sie in einem alten vor 10 Jahren geschnittenen Stamm, außen morsch aber innen von gesundem Holz, gefunden. Mit alter Säge und Schreiner sei so ein schönes Kreuz entstanden. Das fanden auch die Zuschauer.

Der Oberwössner Trachtenvorstand Ludwig Voit präsentiert annerkennend das Feldkreuz seiner Trachtenjugend
Nach Musik von den Dorfkindern und gemeinsam gesungenen Liedern weihte Pfarrer Klaus Wernberger das Kreuz. Danach war es ihm offensichtlich ein Anliegen auch ein persönliches Wort zu sprechen. “Ich empfinde,” so sagte er, “Begeisterung, zum einen für die alles andere als alltägliche Idee und dann für den sorgsam gewählten schönen Platz.” Wie er und alle Besucher, war auch erster Bürgermeister Hans Haslreiter von dem “schönen Kreuz sehr beeindruckt. Das ist eine echte Bereicherung für Oberwössen,” so Haslreiter.
Alle gemeinsam saßen dann noch in den Werkräumen der nahen Schreinerei bei Kaffee, Kuchen und Brotzeiten beieinander und ließen Pfingsten ausklingen.
























































