Unterwössen | Europa ist nicht nur ein Wort, dahinter stehen Menschen und Gesichter!
Mai 5th, 2011 | by lukk | Rubrik: Nachlese, UnterwössenEuropa ist nicht nur ein Wort – dahinter stehen Menschen und Gesichter
Unterwössen. Große Begeisterung gab es im letzten Jahr an der Volksschule Unterwössen. Die Schule ist als eine von wenigen in Bayern für das Comenius-Projekt zugelassen. Das ist eine europäisches Programm zur schulischen Bildung. Es dient dem Ziel europäische Integration zu gestalten und den Herausforderungen der Globalisierung schon bei den Kindern zu begegnen.
So soll der Begriff Europa für die Achentalkinder nicht nur ein Wort, sondern ein Ausdruck für andere Länder, andere Kinder, andere Sprachen sein. Die Kinder sollen lernen, im grenzüberschreitenden Miteinander aufeinander zuzugehen, die dortigen Kinder, Kulturen zu verstehen. Sie sollen einfach ein Gespür für das Anderssein bekommen. Comenius soll aber auch zu Sympathie und Freundschaften führen.
Für die hiesige Schule bedeutet das jetzt Kontakt zu jeweils einer Schule in Spanien, Nordirland und Polen. Da wurden bereits vor einigen Wochen Weihnachtskarten von Schüler zu Schüler geschrieben. Die Kinder haben erste Brieffreundschaften geknüpft. Was früher beiderseits fremd und unbekannt war, wird jetzt sympathisch und verstehbar.
Kein Wunder, dass die Kinder mit Feuereifer bei der Sache sind. Aber nicht nur die. Die polnische Lehrerschaft hat jetzt bereits Maßstäbe gesetzt. Um sich auch auf Lehrerebene kennen zu lernen, die möglichen Gemeinsamkeiten, die beabsichtigten Maßnahmen abzustimmen, sind im Herbst die Lehrerinnen Kerstin Bechtold, Christine Hartmann, Susanne Posch und Rektor Otto Manzenberger auf Einladung der polnischen Schule nach Polen gereist. Dort sind sie auf die Lehrer der Partnerschulen getroffen. Sie haben sich kennen gelernt und Ideen ausgetauscht. Die Polen – ohnehin äußerst interessiert an allem was europäisch ist – hatten die Lehrerdelegationen mit offenen Armen und großem Bahnhof das Wochenende über empfangen. Vorführungen der Schulkinder, Gespräche über das Schulsystem, die Planungen für die Zukunft brachten allen Beteiligten ein pickepacke volles Wochenende, das vor allem eines machte: Lust auf mehr. So werden sich jetzt die Lehrer reihum zu ähnlichen Workshops in den jeweiligen Ländern treffen und den Schülern Neues von dort mitbringen.
Für die Kinder steht dabei Körpergesundheit durch Sport und Ernährung auf dem Plan. Regional übliche Spiele und die regional üblichen Sportarten werden untereinander erklärt, vermittelt und natürlich geübt. Für später ist eine Olympiade mit landestypischen Sportarten vorgesehen. Gerichte aus fremden Ländern werden übermittelt, übersetzt und nachgekocht. Zum besseren Verständnis kreist ein Wörterbuch zwischen den Schulen. Jede Schule schreibt seine Übersetzungen von Bergriffen hinein. So werden die Vokabeln in die jeweils fremden Sprachen übersetzt. Die Unterwössner planen ein Kochvideo . 2012 wird dann den Höhepunkt des Projektes bringen, wenn sich die Kinder im Schüleraustausch endlich von Angesicht zu Angesicht kennenlernen.





















































