Unterwössen | Gastgeberversammlung für Unter- & Oberwössen 2010
Jan 15th, 2011 | by lukk | Rubrik: Nachlese, UnterwössenUnterwössen. Die Gastgeberversammlung für Vermieter aus Oberwössen und Unterwössen wurde dieses Jahr durch die beiden Redebeiträge von Bürgermeister Hans Haslreiter und der Leiterin der Tourist-Information Theresa Schmid bestimmt. Während Bürgermeister Hans Haslreiter die Gemeinde auf dem richtigen Weg sieht, ermahnte Theresa Schmid die Gastgeber zu einem modernen qualitätsbewussten Tourismus, Eigeninitiative und Kundenpflege.
Vom zufriedenen Gast zum begeisterten
35 Kommunen haben ihre Tourismusanstrengungen neu positioniert und gebündelt, um – so Hans Haslreiter – mit einem Finanzvolumen von 1,5 Millionen eine schlagkräftige Einheit im Wettbewerb zu sein. Mit dem Zweiten Bürgermeister Barthl Irlinger als Ansprechpartner für die Kleinvermieter im Vorstand des Verbandes ist Unterwössen dort gut vertreten.
Der langjährige negative Tourismustrend dürfte gestoppt sein. September und Oktober sind gut gelaufen. Er bewerte die Situation als vorsichtig positiv, insbesondere wenn man berücksichtige, dass mit einer besseren Auslastung der beiden Oberwössner Hotels deutlich bessere Zahlen zu erwarten wären.
Ziel müsse für alle Gastgeber sein, aus einem zufriedenen Gast einen begeisterten zu machen. Das Qualitätsbewusstsein der Kunden steigt ständig. Im Klartext heißt das: Der Gastgeber müsse investieren, dem Qualitätsanspruch des Gastes gerecht zu werden, sich um jeden Gast kümmern.
Tourismus genießt in Unterwössen eine Vorzugsstellung
Bürgermeister Haslreiter verdeutlichte, dass es keinen anderen Wirtschaftszweig in Unterwössen gäbe, für den die Gemeinde so viel tue, wie für den Tourismus. Alle Bürger von Unterwössen investieren damit mittelbar und unmittelbar in das Gastgewerbe der Vermieter. Aber eine Gemeinde könne nur die Rahmenbedingungen schaffen. Die Gastgeber selbst müssten die touristischen Leistungen verkaufen.
Alle in Unterwössen müssten helfen den Tourismus zu fördern. Da gehe es nicht an, ein Immermehr an Leistungen, Einrichtungen zu fordern, wenn die dann jemand auf den Weg bringe, dagegen zu wettern, weil man auch persönlich davon betroffen wird. Das beginne bei dem Widerstand gegen die Erteilung von Gaststättenerlaubnissen, gehe über die Flugzeiten der DASSU und Ende mit dem Einspruch, wenn jemand sein Hotel attraktiver gestalten und deshalb umbauen möchte.
Neue Herausforderungen für die Gemeinde
Dann griff der Bürgermeister Einzelpunkte aus der Gemeinde auf. Mit dem Wössner Gemeindesaal sei jetzt ein gut angenommenes Schmuckstück geschaffen. Der Balsberglift gehe diesen Winter nicht in Betrieb. Allein in den kleinen Lift hätten 10.000 bis 12.000 Euro investiert werden müssen. Ein Kiosk und Gaststättenpächter sei dort nicht in Sicht und ohne den mache der Betrieb wenig Sinn. Im nächsten Jahr gibt es mit dem Almsommer eine neue touristische Attraktion des Chiemgau-Verbandes, in die auch das Achental mit Staffenalm, Streichen, Agergschwend und Hochgernhaus einbezogen würde. Die derzeit noch bis jedenfalls April 2011 für Gäste kostenlose Achental-Linie beginne die Gemeinden zu überfordern. Statt der für Wössen erwarteten Ausgaben von 4.500 Euro im Jahr, sei die Summe diesjährig auf 13000 Euro angewachsen. Gespräche mit der RVO liefen.
Neues Gastgeberverzeichnis 2011
Theresa Schmid, Leiterin der Tourist-Information Unterwössen stellte dann das soeben erschienene neue Gastgeberverzeichnis der Region mit Orten von Traunstein und Bergen bis hin zu Schleching. Sie begrüßte die damit einhergehende Vermarktung in der Arbeitsgemeinschaft der Orte bei Messen Kaufhausaktionen und in der Anzeigenwerbung. Allein aus Unterwössen würden dieser Tage 1.500 Exemplare an jede verschickt, die dies früher beim Ausfüllen des Meldescheins erbeten hätten. Frau Schmid bot einen Abriss, wo und wie in 2010 für die Orte geworben worden sei. Sie verwies auf einen starken Zuspruch auf der Gemeindeeigenen Webseite www.unterwoessen.de, die mit viel Aufwand und Liebe gepflegt werde und immer topaktuell sei.
Der Kunde gibt die Zukunft vor und nicht der Vermieter
Als völlig unzeitgemäß erachtete sie dabei, dass immer noch zehn Vermieter aus der Gemeinde im Gastgeberverzeichnis versuchen, ihr Objekt ohne Bild an den Mann zu bringen. Wie schnell der Wandel in der Tourismusbranche voran schreitet, bewies Sie mit einem Rückblick in die Anfänge des Tourismus und stellte ihn zum Vergleich zu dem modernen Tourismus, dem Buchungsverhalten und der heutigen Medien, über die mit dem Gast kommuniziert werde. Bei der Vielzahl von Urlaubszielen und Buchungsmöglichkeiten in Baumärkten und bei Discountern, könne keiner mehr hoffen, ohne eigene Anstrengungen gefunden zu werden. Und die Wege gebe der Kunde vor und nicht der Vermieter. Wenn die Kunden heute im Internet per Mausklick buchten, und nicht einmal mehr mit dem Vermieter telefonierten, ehe sie den Urlaub festmachten, müsse der Vermieter die Möglichkeit bieten.
Und da biete die Region mit dem IRS-Buchungssystem eine gute Plattform, jederzeit und online buchbar zu sein. Sie rief auf, diese Chance zu nutzen. Dafür reiche es nicht aus, dort nur vertreten zu sein. Um buchbar zu sein – und das verlange der Kunde und die Vernunft – müsse man in der Kategorie A angemeldet sein. Theresa Schmid legte Ihren Vermietern ans Herz: Der Zug ist schon angefahren, aber noch haben Sie die Möglichkeit aufzuspringen.”
Vermarktungsmöglichkeiten
Sodann gab Theresa Schmid einen Überblick über die weiteren Vermarktungsmöglichkeiten, beginnend bei der eigenen Homepage über Online-Werbung, Online-Auktionen, bis hin zum Hausprospekt und die Korrespondenz mit dem Kunden.
Biathlon-Weltcup 2011 und Biathlon-Weltmeisterschaft 2012 in Ruhpolding
Einen breiten Raum nahmen auch die Ausführungen zum Biathlon-Weltcup in 2011 und zur -Weltmeisterschaft 2012 in Ruhpolding ein. Sie sieht in beidem eine echte Chance zwei Wochen Vollauslastung der Betten in einer ansonsten immer buchungsarmen Zeit zu erreichen. Was das kostet, und was zu beachten ist, erläuterte sie im Einzelnen.
Abschließend gab sie noch ein paar Tipps über den Umgang mit der eigenen Homepage.
Ihre Befürchtung, die Vermieter aus den IRS-Kategorien B und C würden zukünftig aus dem IRS-Buchungssystem genommen bewahrheiteten sich tags darauf bei der Nachfrage von Barthl Irlinger als Mitglied im Chiemgau-Tourismus-Verband bei den dortigen Verantwortlichen nicht.





















































