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Unterwössen | Jahreshauptversammlung 2011 des Trachtenvereins D’Achentaler

Autor +Ludwig Flug
Apr 2nd, 2011 | by | Rubrik: Nachlese, Unterwössen
Kirchenzug der Trachtler D'Achentaler nach dem Gedenkgottesdienst zur Jahreshauptversammlung im Wössner Gemeindesaal zum Jahrtag 2011

Kirchenzug der Trachtler D'Achentaler nach dem Gedenkgottesdienst zur Jahreshauptversammlung im Wössner Gemeindesaal zum Jahrtag 2011

Unterwössen. Ihren Jahrtag begingen die Trachtler D’Achentaler mit einem von Pfarrer Klaus Wernberger gehaltenen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin. Der Gottesdienst wurde begleitet von der Musik der Original Bergkristallbuam. Nach einem Gedenken am Vereinsmarterl auf dem Friedhof zogen die Trachtler unter Musik zum Wössner Gemeindesaal zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung.

Nach der Begrüßung durch den Vorstand Reinhardt Kurz-Hörterer und das Totengedenken, wurden die Gäste und Mitglieder von der Schriftführerin Michaela Windbichler erst einmal auf die Geduldsprobe gestellt, als Sie nach alter Sitte im Protokoll, eine nicht endende Liste an Veranstaltungen auflistete, die die Trachtler im letzten Jahr und diesem Frühjahr durchlaufen hat. Wenn zwischen zwei Terminen mal drei Tage frei waren, war das schon außergewöhnlich.

Bericht der Aktiven

Im Rahmen der Spartenberichte wusste Vorplattler Toni Entfellner von einem stressigen Jahr mit ca. 80 Auftritten zu berichten.  Dabei vergaß er nicht zu erwähnen, dass hinter jedem Auftritt Zeit für Vorbereitung und Proben stand. Er blickte auf durchweg gute Ergebnisse zurück, hob das Gaudirndldrahn mit sechs Teilnehmern, das Tanzfest der Aktiven wie auch zwei große Auftritte im Münchner Hofbräuhaus heraus. Abschließend verwies er auf das Aktivenfest Ende April.

Vorstand Kurz-Hörterer ergänzte, dass im letzten Jahr allein in der Zeit vom Gaufestsonntag bis zum Jubiläum in Schleching  in 21 Tagen die Aktiven bei Proben und Festen 19 Tage in Tracht waren.

Bericht Jugend

Eine beeindruckende Jugendarbeit spiegelte Stellvertretender Vorstand Otto Dufter für die Kinder und Jugendgruppe. 41 Kinder und Jugendliche gebe es in 2011. Vier seien zuvor in die Gruppe der Aktiven gewechselt. Namentlich stellte er die Helfer und Übungsleiter heraus, die im Durchschnitt zu viert bei den Gesamtproben, zu zweit bei den Zusatzproben die Kinder und Jugendlichen angeleitet hätten, dazu die Helfer im Hintergrund für Tracht, Betreuung und Aufsicht.

Er dachte an ca. 20 Auftritte zurück und an die Ausflüge.

Noch einmal ließ er das ganze Trachtenjahr passieren. Er machte die kleinen Veranstaltungen, wie das Wirtshausmusizieren, das Klöpfeln, zum Thema, hob die großen Veranstaltungen und Wettbewerbe heraus, wie Fronleichnam, das Jugendpreisplatteln, das Gaufest oder den Opernball. Diesen schilderte als eine Veranstaltung aus einer Veranstaltungsreihe, mit der der Trachtenverein in 2011 sein 120-jähriges Bestehen feiern will.

Abschließend zollte er der geleisteten Arbeit hohen Respekt. In heutiger Zeit sei ein Ehrenamt neben den beruflichen und familiären Pflichten längst nicht mehr selbstverständlich. Für die Zukunft müsse die Politik das Ehrenamt nicht nur propagieren, wie sie es jetzt schon gerne tue, sondern auch mit Taten kräftig fördern.

Bericht Kasse

Für die beiden verhinderten Kassenführer Bernhard Nieß und Martin Bachmann erstattete der Kassenprüfer Manfred Bachmann den Kassenbericht. Der wies zwar ein überaus kräftiges Minus aus, machte das aber zugleich deutlich verständlich mit der Spende und den Leistungen des Vereins zum neuen Gemeindesaal und dem ausgefallenen Dorffest. Vor diesem Hintergrund und bei den sehr hohen Rücklagen gibt das keinen Anlass zur Sorge.

Die Kassenprüfer Manfred Bachmann und Alfred Gürz konnten eine ordnungsgemäße, beanstandungsfrei Kassenprüfung berichten. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

Jahresbericht Vorstand

Das Ziel, das sich der Verein im Vorgängerausschuss gesetzt habe, die Geselligkeit wieder mehr in der Vordergrund zu rücken, werde jetzt erreicht, so Kurz-Hörterer in seinem Jahresbericht. Und der Verein profitiere davon. Ausdruck dessen seien die Starkbierfeste gewesen, die Veranstaltungen am Musikpavillon wie der Trachten- und Musikantensommer, aber aber auch die Gauversammlung an Kirchweih. Auch vor dem Hintergrund des Jahresverlustes habe sich die Investition in den Gemeindesaal “voll ausgezahlt.” Originalton: “Trotzdem muaß I sogn, fürn Verein ham no nia a Geld so sinnvoll o’glegt!” Die Verzinsung, die man jetzt über das Jahr auf mannigfaltige Weise erhalten habe, wäre zu dem Zinssatz auf keinem Kapitalmarkt kriegen gewesen. “Es gibt wida Dorfleben!”

Schon im letzten Jahr habe der Verein beschlossen, dass das 120-jährige Jubiläum mit einer Veranstaltungsserie begangen werden solle. Die erste aus der Reihe, wäre der Opernball gewesen. Den Drohungen einzelner, da würden sie in 100 Jahren nicht hingehen, habe er im Vorfeld schon geantwortet, das müsse ja auch niemand! Herausgekommen sei eine Veranstaltung, die nicht nur ein voller Erfolg war, sondern auch Zeichen gesetzt hat. Das Angebot habe Leute angesprochen, so Kurz-Hörterer, die ansonsten nicht viel mit dem Trachtenverein am Hut gehabt hätten. Neue Wege gehen, ruhig einmal etwas probieren, das kommt bei den Leuten an, meinte er. Bärig gefreut habe ihn auch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Schützen zu diesem Anlass. Auch das werde Beispiel für die Zukunft. Zum Starkbierfest, der nächsten Veranstaltung aus der Reihe, gäbe es nicht viel zu sagen, das sei noch frisch und positiv in der Erinnerung. Als nächstes komme jetzt der Aktiventanz, eine Veranstaltung für jeden, der Spaß am Tanzen habe. Die bereits angesprochene Musikanten- und Trachtlerroaß werde dann etwas ganz Besonderes. Es beginne um 9 Uhr mit einer alpenländischen Messe und gehe dann über den Tag an drei Standorten mit den verschiedensten Musikgruppen aus der Region. Ein musikalisches und trachtlerisches Angebot vom Feinsten, das als Ersatzveranstaltung für das diesjährige Dorffest für den Verein auch finanziell wichtig sei. Den Ausklang der Festreihe bietet dann der Kirchweihsonntag mit Festmesse und Fest.

Nach Kurz-Hörterer wartet auch dieser Sommer wieder mit einer ähnlichen Dichte an auch auswärtigen Veranstaltungen auf, auf die man sich einerseits freuen dürfe, die anderseits den Mitgliedern aber auch wieder viel abverlange.

Elisabeth Guggenbichler wird vom Vorstand Reinhard Kurz-Hörterer (links) und vom Zweiten Vorstand Otto Dufter jun. für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. (Foto: Walter Berger)

Elisabeth Guggenbichler wird vom Vorstand Reinhard Kurz-Hörterer (links) und vom Zweiten Vorstand Otto Dufter jun. für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. (Foto: Walter Berger)

Grußwort Gemeinde

Im Grußwort der Gemeinde stellte Bürgermeister Hans Haslreiter noch einmal die Initiative und die gemeinsame Leistung zur Errichtung dieses zwischenzeitlich so erfolgreichen Gemeindesaales heraus. Als einer der stärksten und zugleich aktivsten Vereine im Dorf seien die Trachtler vor allem “eine großartige Bürgerinitiative im besten Sinne! Auf Euch ist Verlass!”. Er bedankte sich bei Verein und Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit.

Ehrungen

Kurz-Hörterer ehrte Elisabeth Guggenbichler für ihre 50-jährige Mitgliedschaft im Verein. Und zum Schluss machte Anneliese Färbinger auf die zuvor schon vielgelobte Strickgruppe aufmerksam, als sie dem Vorstand ein paar lange Loiffei – handgestrickt – schenkte.

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