Unterwössen | Jahreshauptversammlung im 15. Jahr des Wössner Regenbogen e.V.
Feb 21st, 2011 | by lukk | Rubrik: Nachlese, Unterwössen
Bürgermeister Hans Haslreiter (mitte) übernahm die Sitzungsleitung für die Neuwahlen zum Vorstand des Wössner Regenbogen. Die Entscheidungen fielen einstimmig. Adelheid Meirer (2. von rechts) wurde im Amt der Ersten Vorsitzenden bestätigt, für die letzten drei Jahre ihrer Amtszeit, wie sie ausdrücklich betonte. Michaela Bauer (rechts) ist jetzt Zweiter Vorstand, weil die bisherige Zweite Vorsitzende Conny Lüssow (2. von links) mit ihrer Vorstandserfahrung das Amt der Kassiererin von der scheidenden Margarete Weiß übernommen hat. Tine Henne (links) stellt sich als neue Schriftführerin den Herausforderungen der Verfahren um Fördergelder.
Unterwössen. Auf 15 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit konnte die Vorsitzende des Wössner Regenbogen e.V. Adelheid Meirer in der Jahreshauptversammlung in seiner Spielstube zurück schauen. Mit Schmunzeln lenkte sie den Blick zurück, als noch 100 Frauen die Gemeinderatssitzung besuchten, um ihrem damaligen Anliegen Nachdruck zu verleihen. Oder sie erinnerte an den Erstbezug in den Kellerräumen vom Pfarramt.
Die Anfänge vor 15 Jahren
Nach einem ersten Ferienprogramm in 1990 und der Spielstubengründung in 1995 wurde 1996 der Wössner Regenbogen gegründet. Von da an ging es Jahr auf Jahr weiter mit einem Jugendtreff im Hallenbad und einem Skaterplatz in 97. Es folgte ein erweitertes Nachmittagsprogramm für Mutter-Kind-Gruppen in 98. 1999 wurde die Spielgruppe um eine Krabbelgruppe erweitert, es startete das Sommerprogramm und die Spielplatzaktivitäten. Seit 2000 hat Oberwössen einen eigenen Jugendtreffraum. Der erste Zivi einer langen Kette an Zivildienstleistenden, war ab 2001 dabei. 2002 wurde die Mutterkindbetreuung auf drei Tage in der Woche erweitert. 2004 kam die Mittagsbetreuung in der Grundschule und Sommeraktivitäten auf dem Spielplatz dann auch in Oberwössen hinzu. Das erste Spielplatzhäuschen wurde dort in 2005 gebaut. Der Wössner Regenbogen wurde 2007 als Mütterzentrum anerkannt, der offene Treff entstand. Seit 2008 arbeitet der Wössner Regenbogen im Familienforum des Landkreises mit. In jenem Jahr erhielt er auch den Bürgerpreis. 2008 begannen auch die Spielenachmittage und die Mittagsbetreuung. 2009 brachte dann den ersten Kinderkulturtag und 2010 das Konzert von Schmidbauer und Kälberer im Wössner Gemeindesaal.
Ein kongeniales Gespann
Möglich war das alles nur durch die vielen Helfer seit der ersten Stunde. Besonders hob Adelheid Meirer die Kassiererin Magarete Weiß hervor, mit der sie ein kongeniales Gespann gab. Sie selbst hätte immer Gas gegeben und die Kassiererin immer auf der Bremse gestanden. “Braucht’s das denn jetzt?” sei die Kassiererinfrage gewesen, die sie immer wieder geerdet habe. Besonders und mit Blumen bedankte sie sich bei diesen Begleiterinnen seit der ersten Stunde, der Kassiererin Magarete Weiß, der Angelika Waack und der Schriftführerin Bärbel Schneider.
Großes geschultert
An Schneiders Beispiel erläuterte Adelheid Meirer, was im Hintergrund an Arbeit geleistet werde. Sie berichtete von dem Wust an Formularen und Förderanträgen, der mit jährlich wechselnden Verfahren über den Schreibtisch der Schriftführerin ging. Margarete Weiß wusste dazu beizutragen. Das Kassenvolumen habe sich von ursprünglich einmal gut 5.000 Euro auf heute knapp 70.000 € mehr als verzehnfacht habe. Heute hat der Wössner Regenbogen 207 Mitglieder, ist Mitglied im Kreisjugendring Traunstein und im Netzwerk Mütter und Familienzentren. Ein Beispiel aus 2010 gaben die Zahlen über geleistete Arbeit. Es wurden erbracht die Spielstube von montags bis freitags (an 189 Tagen 2413 Kinder betreut), die Mutter-Kind-Gruppe (101 Tage, 398 Stunden), Spielenachmittage in der Mittagsbetreuung, die Mittagsbetreuung in der Schule, ein umfangreiches Ferienprogramm (31 Aktionen an 42 Tagen mit 342 Kindern und 89 Betreuern), ein offener Treff mit Beratungsangeboten (an 198 Tagen mit 767 in Selbstorganisation erbrachten Stunden), Spielplatzaktionen (32 Tage in Unterwössen, 37 Tage in Oberwössen) und die Jugendtreffs.
Die Zukunft
Die erste Herausforderung für 2011 sei, so Adelheid Meirer, bereits bewältigt. Die Gemeinde Unterwössen, die nach Angaben der Kassiererin Weiß den Verein auch ansonsten kräftig unterstützt, hat jetzt für 2011 der Anstellung einer 20-Stunden-Fachkraft zugestimmt, die in der offenen Jugendarbeit eingesetzt werden soll. Für 2011 muss außerdem eines der beiden Spielhäuschen auf dem Spielplatz in Unterwössen erneuert werden. Möglichst soll der Spielplatz in Oberwössen in diesem Jahr ein Klettergerüst bekommen. In der Seniorenarbeit soll das gerade erstmals gelaufene Seniorenstüberl einen festen Platz erhalten.
Unterwössen unterm Regenbogen
Bürgermeister Hans Haslreiter stellte in seinem Grußwort für die Gemeinde die großartige Arbeit innerhalb des Wössner Regenbogens und seiner vielen Mitarbeiter heraus. Gern erinnerte er sich an die 15 Jahre, die man gemeinsam gegangen sei. Die Zusammenarbeit sei immer ordentlich und dank der Vorsitzenden völlig unkompliziert gelaufen. Er fasste unter heftigem Beifall der Vereinsmitglieder zusammen: “Der Wössner Regenbogen macht Unterwössen zu einer ganz besonderen Gemeinde.”
Mit einem gemütlichen Beisammensein endete nach den Neuwahlen (siehe Foto) der offizielle Teil und bei einem selbstgemachten Buffet der Vereinsmitglieder saßen alle noch lange beieinander.





















































