Unterwössen | Munter wie ein Fisch im Wasser – der Fischereiverein Wössen in seiner Jahreshauptversammlung 2011
Feb 2nd, 2011 | by lukk | Rubrik: lead, Nachlese, UnterwössenUnterwössen. In seiner Jahreshauptversammlung präsentierte sich der Fischereiverein Wössen e.V im Sportheim Unterwössen als gesunder, lebhafter Verein. Mit nach Haus nehmen konnten die Mitglieder folgende Erkenntnisse: Wer an den Vereinsgewässern nichts fängt, sollte seine Kenntnisse vertiefen (so Vorstand Bernd Bichler). Die Vereinsjugend arbeitet außergewöhnlich, als Dankeschön erhält sie in 2011 ein noch breiteres Angebot. 2011 wird ein spannendes Jahr mit vielen Unternehmungen, Veranstaltungen und natürlich dem eigenen 10-Jährigen Jubiläum.
Den größten Teil der Arbeitsleistung stecken die Mitglieder des Fischereivereins in Hege und Pflege der beiden Vereinsgewässer, den Stelzer und den Zimmerer Weiher. Die Mitglieder nähmen – so Bernd Bichler – an den Einsätzen recht ordentlich teil. Deshalb sei dann in drei Stunden schnell etwas geschafft. Auch in Zukunft sollen sie dafür mit der Gaudi bei der Zusammenarbeit und vor allem guten Brotzeiten entschädigt werden.
Bichler berichtete von vielen Besatz-Aktionen an beiden Gewässern, die teils aus Notwendigkeit, teils aber auch aus der Gunst der Stunde entstanden, wenn ein, zwei Mal günstige Gelegenheiten zum Fischerwerb bestanden. Besetzt wurden Regenbogen- und Bachforellen, Karpfen, Brachsen, Äschen und Zander. Etwas mehr Besatz war deshalb erforderlich, weil zwischenzeitlich im Juni 2010 der Stelzer Weiher vom Hochwasser auch aufgrund eines Dammbruchs völlig überflutet wurde. Die Nachsuche an den beiden Tagen nach dem Hochwasser brachte im sinkenden Wasser des angrenzenden Feldes so manche merkwürdige Feldfrucht mit Gräten zurück in den Weiher. Insgesamt seien in 2010 an beiden Weihern 600kg Fisch besetzt worden. Spätestens seitdem gelte – so Vorstand Bichler – “für denjenigen, der nichts erwischt, der sollte, seine Kenntnisse vertiefen.”
Für 2010 konnte Bernd Bichler von guten Ergebnissen in den Wettbewerben berichten. Und bei der Gelegenheit unterstrich er, dass ein Vereinsmitglied nie allein ist. Wenn beim Königsfischen ein Karpfen dem Färbinger Thomas die Angel aus der Hand gerissen hat, dann angelt der Vereinskollege Peter Aigner die Angel – natürlich mit Karpfen.
Im Anschluss an den vereinseigenen Lehrgang brachte die Fischerprüfung im März 2011 ein gutes Ergebnis. Alle 14 Teilnehmer haben bestanden. Auch der laufende Lehrgang hat eine ähnlich hohe Teilnehmerzahl. Erfreulich ist, dass aus den Lehrgängen oft neue Mitglieder für den Verein verbleiben wie in 2010 unter anderem der Schlechinger Andi Birnbacher.
Der Mitgliederstand ist trotz Veränderungen mit 92 Mitgliedern gleich geblieben: Stolz ist die Vereinsführung auf den hohen Anteil Jugendlicher von 22 Jungfischern. Für Erwachsene besteht zurzeit leider ein Aufnahmestopp, weil dem Verein gemessen an der Wasserfläche ihrer Pachtgewässer nur 45 Erlaubnisscheine für Erwachsene erteilt werden.
Rote Köpfe ob des vielen Lobes gab es bei den Jungfischern in der Jahreshauptversammlung durch die Bank, als Vorstand Bernd Bichler, aber dann vor allem Jugendwart Michael Frank über die Mitarbeit der Jugend berichtete. Am Gewässer und bei den Arbeitseinsätzen wären sie immer mit die ersten. Unglaubliches hätten Sie aber vor allem beim Fischerfest geleistet. Ihre ständigen Räumdienste hätten den Gästen eine einladende Atmosphäre geboten, vor allem aber den Müll am Veranstaltungsende gemindert, was das Ab- und Aufräumen am Folgetag sehr erleichtert habe. Ihnen, den jungen, wolle sich der Verein deshalb besonders widmen. Im Anschluss an die Arbeitsdienste erhalten sie nicht nur ihre gehörige Brotzeit sondern auch was gegen den Wissensdurst. Sie erhalten dort in der Gruppe Gelegenheit, mehr über sonst nicht immer umfassend bekannte Themen zu fragen und zu erfahren, über besondere Fangtechniken, -mittel, ergänzende Gewässerkunde und vieles, was in der Ausbildung bisher nicht so im Mittelpunkt stand. Spannend soll es da werden. Gedanken sollen sich die jungen Leute auch machen, ob die diesjährige Fahrt keine Osterfreizeit “auf den Hecht” werden könnte. Der Jugendwart Frank verspricht sich für das Jahr auch viel für das in 2010 erstmalig durchgeführte “Fischer machen Schule”. Bernd Bichler und er hatten Schülern der Unterwössner Schule im Klassenraum und an Gewässern das Wasserleben nahe gebracht. Beide zeigten sich überrascht von Neugier und Interesse der Schüler.
Kassierer Rudi Ager wusste dieses Jahr nach den guten Ergebnissen in den Vorjahren “nur” von einem ausgeglichenen Haushalt in 2010 zu berichten. Vor der Ursache, dass die Mindereinnahmen durch den Kirchweihfestausfall entstanden sind, in diesem Jahr das Fest aber wieder stattfinden soll, bietet das dem Verein keinen Anlass zur Sorge. Die Kassenprüfer bescheinigten einwandfreie Kassenführung und die Mitgliederversammlung erteilte dem Vorstand einstimmig Entlastung.
Die erfolgreiche Jugendarbeit des Vereins stellte auch Bürgermeister Hans Haslreiter im Grußwort der Gemeinde heraus. Er lobte aber auch die kontinuierliche und erfolgreiche Vereinsarbeit über nunmehr 10 Jahre und freute sich schon jetzt für die Gemeinde und deren Gäste auf das nächste große Fischerfest in 2011.
Tatsächlich will der Fischereiverein auf sein Fischerfest auch in 2011 nicht verzichten, obwohl er – wie viele Unterwössner Vereine – auch in die große Jubiläumswoche der Musikkapelle Wössen im August eingebunden ist. Mit der Musikkapelle sei abgesprochen, sich mit einem eigenen Festwagen am Umzug zu beteiligen. Gerade vor dem Hintergrund des eigenen 10-jährigen hätte der Vorstand das als angemessen betrachtet. Für dessen Gestaltung müssten jetzt erst einmal ein paar pfiffige Ideen her. Mit vereinten Kräften werde man die Anstrengungen beider Feste bewältigen. Die sonstigen Vereinsveranstaltungen wie Arbeitsdienste, aber auch Anfischen, Königsfischen, Herbstfischen am Wössner See wird es in 2011 wie gewohnt geben. Besonders werde ein kleiner Festabend im Herbst des Jahres, mit dem der Fischereiverein sein 10-jähriges Bestehen gebührend feiern wolle.
Einen schönen Abschluss der Jahreshauptversammlung bildete eine Diashow mit Eindrücken aus den letzten 10 Jahren der Vereinsgeschichte.






















































