Unterwössen | Preiswatten der Trachtler D’Achentaler 2011 voller Überraschungen
Feb 2nd, 2011 | by lukk | Rubrik: Nachlese, Unterwössen
Von Erfolg und Niederlage zeugt dieses Foto. Vorjahressieger Toni Dirnhofer (rechts) muss sich beim Preiswatten der Trachtler D'Achentaler mit dem Schneiderpreis trösten. Der Wettkampfzweite, der Speckbacher Karl (zweiter von rechts), der Sieger, der Bachmann Manei (mit Pokal) und der Dritte, Trachtenvorstand Reinhard Kurz-Hörterer, freuen sich über ihre Erfolge. Dem Mann im Hintergrund, Wettkampfleiter und Schiedsrichter Bernhard Nieß, ist der reibungslose Wettkampf zu danken, dem Mann in Weiß, dem Gabriele-Wirt Heinz Wieninger der gestiftete Pokal.
Unterwössen. Dieses Jahr ist der Vorjahresmatador des Preiswattens des Trachtenvereins D’Achentaler, der Toni Dirnhofer, so etwas von in den Keller gekracht, dass es nur so staubte. Bei nur drei gewonnenen Spielen führten ihn seine 306 Punkte direkt zum Schneiderpreis, einem Tragerl Bier. Er nahm es mit Humor. Und falls sich der Vorletzte Martin Bachmann auf dessen Ehrentitel irgendwelche Hoffnung gemacht haben sollte, mit eigenen 411 Punkten konnte er nichts anderes tun, als den Toni an sich vorbei rauschen zu lassen.
Der bodenlose Fall des Vorjahressiegers war nicht die einzige Absonderlichkeit des Wettkampfs an – wegen zahlreichen Terminüberschneidungen im Ort – letztendlich nur vier Tischen des Hotels Gabriele. Schiedsrichter und Wettkampfleiter Bernhard Nieß musste auch verzeichnen, dass an zwei Tischen Spieler damit durchkamen, dass sie sechs – statt fünf Karten auf der Hand hielten. Die Mitspieler mit den vier Karten haben nichts verrissen, der eine mit der sechsten hat’s bemerkt und seine Karte “unauffällig aus dem Spiel genommen” – so der Schiedsrichter. Der andere hat sie einfach auf den letzten Stich geworfen. Dass die Mitspieler davon erst mal nichts bemerkt hatten, mag an der Konzentration gelegen haben, die da jeder in sein eigenes “Deuten” investiert hat.
Hoch ging es also her beim diesjährigen Preiswatten und die geringe Teilnehmerzahl wurde durch die Gaudi an den Tischen allemal wett gemacht. Ungefähr drei Stunden nach der Platzauslosung standen die Sieger fest. Der vom Gabriele-Wirt Heinz Wieninger gestiftete Pokal ging an den Bachmann Manei, der aus sieben gewonnenen Spielen 738 Punkt erzielte. Beinahe hätte ihn der Zweite, der Speckbacher Karl mit seinen 735 Punkten, noch erwischt. Und wieder nur drei Punkte dahinter kam Trachtenvorstand Reinhard Kurz-Hörterer auf den dritten Platz. Alle Spieler nahmen attraktive Preise mit heim, ja wenn sie nicht noch auf ein paar Blatt geblieben sind.





















































