Unterwössen | Rauschende Ballnacht beim Wössner Opernball
Mrz 6th, 2011 | by lukk | Rubrik: featured, Nachlese, UnterwössenUnterwössen. Was da etwas großspurig als “Wössner Opernball” für den Unsinnigen Donnerstag vollmundig vorausposaunt worden war, das ist tatsächlich herausgekommen. Ein Ballgeschehen, dass man in den Sälen der großen Städte erwartet hätte, nicht aber im Winkel des Achentals im Dorf Unterwössen.
Die Geschichte
Denn die Idee, von der der Zweite Vorstand Otto Dufter jun. des Trachtenvereins D’Achentaler so launig in seiner Anmoderation erzählte, war viel zu schnell zum Selbstläufer geworden. Seine Überlegungen wie man ein Fest im Jahr des 120-jährigen Bestehens des Trachtenvereins am besten gestalten könnte, seien daheim auf dem Kanapee unter dem 80prozentigen Einfluss seiner Ehefrau schnell zum “Opernball” geworden, hätten sich aber dann bereits im Vereinsausschuss des Trachtenvereins völlig verselbständigt, wo sie statt des erwarteten Widerstandes offene Türen durchstürmt habe. Es sei unglaublich, wie schnell und was daraus gewachsen sei.
Klassischer Beginn
Tatsächlich war der Wössner Ballsaal, wie der Gemeindesaal jetzt hieß, vollgefüllt und viele hatten nur in den Nebengelassen Platz. Es hätte die Möglichkeit bestanden in Tracht zu erscheinen, aber jeder war überaus festlich, aber konventionell gewandet. Der Smoking oder Gehrock herrschte beim Mann vor, die Fliege überwog, die Krawatte war Mindestausstattung. Von Faschingsklamauk keine Spur. Bei den Frauen unendlich viele Variationen an Ballkleidern und raffinierten Frisuren.
Der Beginn wurde begleitet von Jungstreich, der Musikgruppe um Quirin Kaiser, aus dem Rosenheimer Land. Den klassischen Teil des Abends eröffneten zwei Ballettaufführungen der Ballettgruppe der Frau Gisela Schubert. Ute Glanz und Margit Schlaipfer sangen in Begleitung von Mike Stadlmeyer und Beatrice von Kutschenbach. Zwei Dirndln aus der Ballettgruppe führten dann Rock and Roll vor.
Debütanten mit Fächerpolonaise
Nach einer erneuten Ansage kam dann mit der Fächerpolonaise der Debütanten der Höhepunkt des Abends unter Leitung von Hanna Steiner und Franziska Kovatsch. Da war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt, die Zuschauer drängten sich an den Wänden und in den Gängen. In Weiß und Schwarz glitten die Debütanten durch den Saal und die vorher so oft eingeübten Bewegungen und Muster gelangen fast perfekt. Sie mündeten schließlich in einen schwebenden Wiener Walzer und auf die Freigabe von Hanna Steiner “Alles Walzer” strömten die Gäste im Nu hinzu und es gab im ganzen Saal nur noch eine Richtung “Walzerrechts”.
Bigband & Swing
Fast eine Stunde drehte sich das Volk auf der Tanzfläche ehe dann die Musik Jungstreich in die Heurigenstube, das mit buntem Weinlaub überreich geschmückte Schützenstüberl umzogen. Sie machte Platz für Teachers Groove, die an diesem Abend 18-köpfige Bigband von Lehrern der Musikschule Grassau. Von da an gab es überaus fein gespielte Tanzmusik. Swing stand im Vordergrund, Evergreens aller Jahrzehnte und die Wössner und ihre Gäste konnten nicht genug davon bekommen. Dabei verstärkte sich die Band immer wieder mit Solisten wie der Sängerin Christiane von Kutschenbach und dem Sänger Tobias Heinz.
Ball in allen Gelassen
Wer es etwas ruhiger und weniger förmlich mochte, zog in das Heurigenstüberl. Dort ließ es sich an großen Tischen herzlich ratschen, und wer nicht am Eingangsbuffet zur Eröffnung des Abends im Restaurant “Zum Kamin” teilgenommen hatte, bekam hier auch eine Brotzeit.
Das Blitzlichtgewitter, das zuvor noch im Saal auf die Tanzfläche geprasselt war, verlagerte sich jetzt auf den Flur, wo professionelle Fotografen neben den Debütanten auch viele Gäste in feinsten Festanzug verewigten.
Wössner Harmonists
Eine Überraschung boten dorfbekannte Wössner Musikanten mit ihrem stilechten Auftritt als Wössner Harmonists, die mit gestenreichem und stilechtem Auftritt in Anlehnung an die Comedian Harmonists die Wössner begeisterten und zu donnerndem Applaus führten.
Die Stunden gingen im Fluge dahin und an der Bar, in der nicht im Ansatz wiederzuerkennenden Spielstube des Regenbogens, füllten sich die Stehtische zusehends. Im Donislbetrieb gab es um Mitternacht eine Stärkung und in den Morgenstunden nahm das Fest sein laut bedauertes Ende.
Stimmen zum Ball
Die Stimmen der Besucher zu diesem Fest, mit dem der Trachtenverein D’Achentaler sein 120-jähriges Jubiläum einmal außergewöhnlich und ganz anders feiern wollte, waren bereits im Laufe des Abends restlos begeistert. Laut riefen Sie dazu auf, dieses Fest zu einer Dauereinrichtung der kommenden Jahre werden zu lassen. Ob das bei diesem Aufwand zu stemmen ist, steht erst einmal dahin. Gemessen an der Zeit der Fächerpolonaise, die in Minuten zu messen ist, war der Aufwand mit den vielen Sonntagnachmittagen in der extra eingerichteten Tanzschule sehr hoch. Und im gleichen Verhältnis stand auch der Aufwand der Helfer. Natürlich fand die umfangreiche Organisation und vor allem die äußerst liebevolle und aufwändige Dekoration der Säle und Räume begeisterten Zuspruch. Aber erkennbar war daran auch die Unzahl an Helfern und vor allem Helferstunden, die dafür verantwortlich waren und diese Arbeiten nun im Anschluss auch wieder spurlos beseitigen mussten. So zogen die Wössner und die Veranstalter jetzt erst einmal das Fazit: Es war ein wunderschöner Ball, ein großes gesellschaftliches Ereignisses, das dieses Mal aller Mühen wert gewesen ist!
Sind Sie, lieber Betrachter, auf einem der Fotos abgebildet,
und wünschen Sie, dass das Foto entfernt werden soll,
senden Sie mir bitte eine kurze Mail mit der Bitte um Beseitigung.
Geben Sie bitte unbedingt die Bezeichnung
des Bildes an. Sie finden diese, wenn Sie mit
der Maus über das Bild fahren unten links in Ihrem Computerfenster.
Ihre Mail richten Sie bitte an: info@chiemkies.de
- Fächerpolonaise auf dem Wössner Opernball
- Die Wössner Harmonists besingen ihre Muse Donna Klara
- Das Publikum des Wössner Opernballes
- Munteres Ballgeschehen auch auf den Fluren
- Die Wössner Harmonists
- Ein Blick ins gemütliche Heurigen-Stüberl
- Gesichter des Wössner Opernballes
- Lachen im Heurigen-Stüberl
- Opernball-Frisuren in unendlichen Variatonen, hier getragen von Martina Dufter (vorn) und Ute Glanz
- Kennerblick beim Fotografen Walter Berger
- Passagen in der Fächerpolonaise des Wössner Opernballes
- Leere Tische, volle Tanzfläche bei “Alles Walzer!”
- Debütantinnen und Debütanten des Wössner Opernballs im Walzerschritt
- Charmantes Lachen
- Gern und viel genutzt – die Tanzfläche des Wössner Opernballes
- Die Bar des Wössner Opernballes
- Ballett mit Schülerinnen der Ballettgruppe Gisela Schubert
- Opernball-Gespräche
- Margit Schlaipfer und Ute Glanz im Duett
- Hanna Steiner, Choreografin des Wössner Opernballes
- Swing und Evergreens von der Bigband beim Wössner Opernball
- Jungstreich um Quirin Kaiser
- Begeisterte Zuschauer beim Ballgeschehen
- Rock an Roll mit Schülerinnen der Ballettgruppe Gisela Schubert
- Liebevoll mit Weinranken geschmückt
- Einstimmung in den Opernball mit Ute Glanz und Margit Schlaipfer
- Die Wössner Harmonists – ausdrucksstark und gestenreich
- Die Lehrer-Bigband der Musikschule Grassau “Teachers Groove”
- Ballgeschehen




















































































