Unterwössen | Schulentlassfeier der Volksschule Unterwössen Schuljahr 2009/2010
Jul 24th, 2010 | by lukk | Rubrik: Nachlese, Unterwössen

Abschiedsrede an die Schüler vom Rektor der Volksschule Unterwössen Klaus Biersack, am Tisch Elfriede Bachmann, zweite Bürgermeisterin in Schleching und Rektorin in Reit im Winkl, Bürgermeister Hans Haslreiter und ihnen gegenüber Josef Heigenhauser, Bürgermeister von Reit im Winkl
Unterwössen. Zeit, Abschied zu nehmen, war – wie jedes Schuljahr – jetzt an der Volksschule Unterwössen für 13 Schüler der 9. Klasse. Allen – Schülern wie Lehrern – merkte man neben der Freude über das Erreichte deutlich die Wehmut über den Abschied an.
Nachdem Schüler und Eltern in der Schule unter musikalischer Umrahmung einen Gottesdienst gefeiert hatten, begann die offizielle Entlassfeier in der Volksschule Unterwössen. Unter den Augen der Bürgermeister aus Reit im Winkl und Unterwössen, Josef Heigenhauser und Hans Haslreiter, wie auch der zweiten Bürgermeisterin aus Schleching, Elfriede Bachmann, gleichzeitig Rektorin in Reit im Winkl, ging es in eine fröhliche Feier.
In Rektor Klaus Biersack hatten die Schüler einen Genossen. Er zeigte sich zum Abschied ähnlich ergriffen, denn auch er verlässt die Schule und wechselt an die Schule in Grassau. Wehmut habe er, weil die scheidende Klasse 9 ein Aushängeschild der Volksschule Unterwössen gewesen sei. Wie neugierig und interessiert die durchs Leben gehe, hätte sich immer neu erwiesen. Zuletzt hätte die Klasse den Verkehrsminister bei ihrem Bundestagsbesuch mit ihren Fragen beeindruckt. Das Niveau der Klasse zeige sich aber auch darin, dass jeder der Schüler einen Ausbildungsplatz oder einen Platz an einer weiterführenden Schule erhalten habe. Das freue ihn besonders. So schicke die Volksschule ihre 9. Klasse mit einem guten Gefühl in die Welt.

Klassenlehrer Josef Parzinger verabschiedet seine 9. Klasse in Lehrstelle oder weiterführende Schule. Alle Schüler haben eine neue Perspektive
Bürgermeister Hans Haslreiter wandte sich an die Schüler und überbrachte die Grüße der Gemeinde. Sie verließen zwar jetzt die Schule, aber das Lernen höre nie auf. Das berge große Chancen. “Nutzt Eure Chancen!”, rief Haslreiter auf. Besonders würde ihn abschließend freuen, wenn die Schüler – wohin der Lebensweg sie auch immer führe – ab und an an diesen Tag und ihre Zeit in Unterwössen zurückdenken würden.
“Mei, geht’s mir gut!” Unter diesem Motto lenkte der Klassenlehrer die Aufmerksamkeit der Klasse auf die Wirren in der Welt, von denen sich eine Schulzeit in Unterwössen so wohltuend abhebt. Er nannte beispielhaft den Anschlag auf das World Trade Center am 9. September 2001, ausgerechnet jenem Tag, an dem diese Klasse eingeschult worden war. Vor diesem Hintergrund gewannen die Schulzeit und deren jetziger Abschluss ein noch freundlicheres Gewicht. Auch er stellte die Einzigartigkeit des Klassenverbundes heraus, der für ihn immer für die Begriffe “Herzlichkeit”, Aufrichtigkeit” und “Humor” stehen werde. Er wandte sich noch einmal den Höhepunkten der Schulzeit zu und stellte unter dem Lachen der Zuhörer noch einmal die besonderen Eigenarten eines jeden Schülers heraus. “Mei, geht’s uns gut!” meinte er und gab seinen Schützlingen den innigen Wunsch nach Glück, Gesundheit, Erfolg und Gottes Segen mit auf den Weg.
Die Schüler selbst führten eine Bilderschau mit Eindrücken von Ihrer Berlin-Klassenfahrt vor.
Auch die Vorsitzende des Elternbeirates Sabine Meier stellte noch einmal die gute Zusammenarbeit mit dieser neunten Klasse heraus und lobte insbesondere deren Hilfsbereitschaft. Sie freute sich den drei besten Schülern Robin Mayerhofer, Lisa Blösl und David Rouaichi (absteigend) ein Anerkennungsgeschenk des Elternbeirates überrechen zu dürfen. Von ihr, dem Rektor Klaus Biersack, dem Klassenlehrer Josef Parzinger wurden die drei unter dem Beifall des Publikums geehrt.

Mit einem Blumengeschenk bedankten sich die Schüler bei all denen, die ihnen innerhalb und außerhalb der Schule in der Schulzeit eine Hilfe waren.
Aus der Klasse ist während der Schulzeit auch eine Musikband geworden. Kein Wunder also, dass alle gemeinsam mit “Sweet Home Alabama” die Gunst der Stunde für einen gemeinsamen Auftritt nutzten.
In der anschließenden Schüleransprache von Maxi Ishii und Florentine Nothdurfter zeigte sich die Schulzeit noch einmal aus einer völlig anderen Warte. Jetzt wurden freundlich und liebenswert unter großem Gelächter die Eigenarten der Lehrer einmal heraus gearbeitet und Anekdoten aus einem Schülerleben zum Besten gegeben. Die Schüler bedankten sich mit einem großen Paket bei Ihrem Klassenlehrer, das voller Absonderlichkeiten steckte. Von einem Ruhekissen mit dem aufgedruckten Bilder aller Entlassschüler bis zu Joghurt und Getränken. Aber auch bei alle anderen, die sie begleitet hatten, bedankten sie sich mit einem Blumengeschenk. Das reichte von den Lehrern über den Hausmeister bis zu Personen außerhalb der Schule.
Mit der feierlichen Überreichung der Schulzeugnisse und der Bayernhymne endete der offizielle Teil einer runden Entlassfeier, die nahtlos in eine krachende Abschlussfeier der Schüler überging.
Für den Klassenlehrer Josef Parzinger war es ein wechselvoller Tag. Gewonnen hat er die Erwartung auf eine neue Schulklasse, die er im nächsten Schuljahr übernehmen wird. Gewonnen hat er von den Schülern den klangvollen Titel eines “königlich bayerischen pädagogischen Rates”. Verloren hat er eine 9. Klasse, die ihm sichtlich ans Herz gewachsen war, und seinen Bart. Der Schnäuzerträger hatte mit den Schülern darum gewettet, ob alle Entlassschüler eine Lehrstelle oder einen Platz an einer weiteren Schule erhalten. Das kostete ihn unmittelbar nach der offiziellen Veranstaltung























































