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Unterwössen | SV Unterwössen Jahreshauptversammlung 2011

Autor +Ludwig Flug
Mrz 30th, 2011 | by | Rubrik: Nachlese, Unterwössen
Ehrung im Rahmen der Jahreshauptversammlung des SV Unterwössen 2011

Für hervorragende Verdienste im Sport konnten Vorstand Philipp Weißenbacher und Zweiter Vorstand Heidi Angerer-Schuster den Josef Brandsdstetter mit Verdienstnadel in Gold mit Großem Kranz des Bayerischen Sportverbandes. Die gleiche Auszeichnung steht der an jenem Abend entschuldigten guten Seele des Vereins, dem Platzwart Franz Schweinöster, ins Haus.

Unterwössen. Ist die eine Schwierigkeit gemeistert, Personen für das Engagement im Verein zu gewinnen, tut sich die nächste Lücke auf. Konnte in der Jahreshauptversammlung des Sportvereins  Unterwössen e.V. (SV Unterwössen) Vorstand Philipp Weißenbacher eine neue Leitung für die Skiabteilung  präsentieren, fehlt es jetzt schon wieder bei den Fußballern. Nicht zuletzt das Wetter bescherte nach langen Jahren jetzt wieder einen gut abgesicherten Verlust, insgesamt ist der Verein aber auf einem guten Weg.

 

Wie immer gedachte Philipp Weißenbacher, Vorstand des SV Unterwössen zu Beginn der Jahreshauptversammlung der zuletzt verstorbenen Mitglieder namentlich. Dieses Jahr hob er den verstorbenen Altbürgermeister Sepp Kurz-Hörterer besonders heraus, der vor Jahren den damals führungslosen Verein als Vorstand übernommen und über mehrere Jahre geführt hatte.

Im Rahmen seines Jahresberichts gab Weißenbacher bekannt, dass Rene Jeschke, vor einem halben Jahr als Spartenleiter angetreten, die Fußballer weiter nach vorn zu bringen, aus verständlichen beruflichen Gründen das Amt niederlegen musste. Schon in der kurzen Zeit habe der – rührig und engagiert – positive Spuren hinterlassen. Jetzt gelte es also wieder einen Nachfolger zu finden. Das Problem scheine für die bisher führungslose Sparte Ski gelöst, meinte Weißenbacher mit Blick auf die folgenden Neuwahlen. Mit dem Beginn dieser Wintersaison seien zwei fleißige Leiter mit Martin Färbinger als kommissarischem Vorstand und Guido Mönch eingesprungen und in diesem Winter sehr aktiv gewesen seien.

Der Hochgernlauf wäre letztes Frühjahr hervorragend durchgezogen worden, sei aber von wirklich bescheidenem Wetter mit sogar Schneefall am Hochgernhaus begleitet worden.

Als die erste Mannschaft der Fußballer dieses Jahr nach vier Abstiegen in Folge sofort wieder aufgestiegen sei, sei dies denkwürdig auch wegen der Meisterfeier gewesen, die beinahe schon Volksfestcharakter gehabt habe, erinnerte sich Weißenbacher.

Trotz zweier Anberaumungen habe es wetterbedingt kein Leichtathletiksportfest gegeben. Jetzt soll zum 26. September wieder ein Versuch zu einem Leichtathletiksportfest unternommen werden.

Das Unplugged-Konzert zu Fasching sei hervorragend organisiert worden. Warum es in der Bevölkerung die erhoffte Resonanz nicht gefunden habe, sei eine offene Frage geblieben.

Für die Fußballsparte erstattete Sebastian Haag den Bericht. Die erste Mannschaft, jetzt aufgestiegen in die B-Klasse, verfügt derzeit über einen Kader von 18 Spielern. Der Jahresausflug nach Blaibach ist eine runde Sache gewesen. Die Mannschaft hat sich an den Sanierungsarbeiten an der Sportplatztribüne und den Sitzplätzen beteiligt und hat das Ge’läck-Konzert federführend mit veranstaltet. Der Jugendfußball hat derzeit ca. 80 Kinder und Jugendliche und deckt den Bereich von A- bis E-Jugend ab. Der Ausflug der Jugendfußballer ging jetzt im Januar in die Eishalle nach Ruhpolding.

Aus der Ski-Abteilung berichtete der kommissarische Vorstand Martin Färbinger, von ersten aber vergeblichen Anstrengungen zu einem Info-Abend. Die Abteilung will aber jetzt langsam aber kontinuierlich wieder auf gesunde Füße kommen. Besonderen Verdienst habe sich Tom Amberger mit langwierigen Verhandlungen erworben, die letztendlich zum Flutlichtlanglaufangebot am Sportplatz geführt hätten. Schon jetzt habe dieses mitten in der Saison gestartete Projekt gute Resonanz gefunden. Für den kommenden Winter verspricht es deshalb ein Erfolgsmodell zu werden – soweit genug Schnee fällt. Beinahe nahtlos habe man mit den zusammen mit dem ASV Oberwössen durchgeführten Ski-Vereinsmeisterschaften an die Vorjahre anknüpfen können. Die Veranstaltung habe allen viel Spaß gebracht. Die Abteilung Ski habe in dieser Saison acht aktive Rennläufer, die gute Ergebnisse bringen. Das beginne mit den Kindern Lena und Felix Färbinger und gehe bis zum ungefährdeten Achentalspitzenreiter Bernhard Bauer. Martin Färbinger freute sich besonders über die nationalen und internationalen Erfolge der Unterwössnerin Nicki Hronek. Die starte zwar derzeit noch für Inzell, weil nur so die zwingend erforderliche Förderung zu erreichen gewesen wäre, sei ihrem Unterwössen aber nach wie vor herzlich verbunden. Die Nicki könnte in Zukunft ein echtes Zugpferd für Abteilung, Verein und Gemeinde werden. Mit Florian Schramm hat sich ein weiterer Übungsleiter zur Mitarbeit angeboten und die Abteilung plant derzeit einige Sommeraktivitäten.

Aus der Tennissparte berichtet Vorstand Stefan Hoffmann 60, 70 aktive Mitglieder. Die blicken auf eine zeitweise verregnete Saison zurück. Besondere Hoffnung setzt Hoffman auf die sehr aktive Jugend. Die Saison beginnt für die am 7. Mai und zurzeit werde schon fleißig trainiert.

Für die Sportgymnastik berichtete Leiterin Andrea Schuster von einem Übungsleiterwechsel. Beate Rabe und Susi Färbinger haben aus beruflichen und familiären Gründen die Leitung der Übungsstunden abgegeben. Petra Auer und sie selbst, Andrea Schuster, haben die Übungssabende übernommen. Jetzt hat sich spontan Sandra Sonntag zusätzlich dazu bereitgefunden, so dass die drei Damen jetzt im Wechsel die Stunden leiten. Die Gruppen mit der Dienstagsgruppe der Frauen, den Einradfahrern mittwochs und der Männergruppe am Donnerstag sind fleißig besucht.

Für die Volleyballer berichtete Spartenleiterin Simone Dahlke von einer aktiven Gruppe, die sich zu 8 bis 15 aktiven Personen dienstags und samstags zum Training zusammen fänden. Zusätzlich träfen die sich zu anderen Aktivitäten wie Wandern, Rodeln, Kegeln. Eine Abteilungsreise nach Verona habe jetzt zu neuen Volleyballfreunden dort geführt, gegenseitige Besuche und Turniere bestimmten seitdem das Volleyballjahr. Für Juli ist ein Volleyballturnier geplant und es wäre schön, wenn auch andere Vereine oder Freizeitgruppen sich entschließen könnten mit Mannschaften daran teilzunehmen.

Die Kassenführung mit Kassierer Max Stein stand dieses Jahr vor der großen Herausforderung die Abteilungskassen zu einer Hauptvereinskasse zu verschmelzen. Das Jahr selbst habe jetzt erstmals seit vielen Jahren einen Verlust in Größenordnung von ungefähr 6.000 Euro gemacht, der vor dem Hintergrund der sehr gesunden Rücklagen aber ohne weiteres zu verschmerzen sei. Das Ge’läck-Konzert schließe mit einem Plus. Die Hauptausgaben entfallen auf das Vereinsheim und den Vereinsbus, Haupteinnahmequellen sind die Mitgliedsbeiträge und die öffentlichen Zuwendungen für die Übungsleiterstunden. Besonderen Dank richtete Stein an die Gemeinde mit den beiden anwesenden Bürgermeistern Hans Haslreiter und Barthl Irlinger, für die zur Verfügung gestellten Sportstätten und -einrichtungen. An die Mitgliedschaft appellierte Stein, mit der Kassenführung und damit dem Verein respektvoll umzugehen. Das Maß an Beitragsrückbuchungen und der Arbeitsaufwand, den diese auslösten, seien nicht akzeptabel. Die Kassenverschmelzung gestaltete sich auch für die Kassenprüfer Thomas Ager und Bernhard Eisenberger als Herkulesaufgabe. Die mussten dieses Mal zwei Abende prüfen, um die dazu erforderlichen Vorgänge zu durchdringen. Sie fanden aber alles vorbildlich gelöst und hatten keine Beanstandungen. Die Versammlung sprach dem Vorstand einstimmig Entlastung aus.

Weißenbacher ergriff die Gelegenheit das Engagement einzelner Vereinsmitglieder mit und ohne Funktion heraus zu stellen und insgesamt dem Verein und seinen Mitgliedern den Dank für das zurückliegende Jahr auszusprechen. Bürgermeister Hans Haslreiter überbrachte die Grüße der Gemeinde. “Ich weiß, wie aktiv ihr seid!” Er bedankte sich für das Engagement um den Sport und die Jugend und hoffte, dass die Abteilung Ski in der Zukunft wieder ihren alten Stellenwert findet.

Die Nachwahl des Vorstandes und stellvertretenden Vorstandes der Skiabteilung brachte mit der einstimmigen Wahl von Martin Färbinger und Guido Mönch das erwartete Ergebnis.

Philipp Weißenbacher freute sich, Michael Schatzl und Hans Haslreiter jun mit der Ehrennadel in Silber der Bayerischen Sportjugend auszeichnen zu dürfen. Für viel Engagement und mehr als 35 Jahre aktive Arbeit im Verein werden Josef Brandstetter  und Platzwart Franz Schweinöster mit der Verdienstnadel in Gold mit Großem Kranz des Bayerischen Sportverbandes ausgezeichnet. Sodann erging der einstimmige Beschluss der Mitgliederversammlung Hermann Praschberger zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Unter den Wortmeldungen entwickelte sich eine rege Diskussion um die junge Rennläuferin Nicki Hronek, die im Ergebnis zeigte, dass sich Heimatverein und Gemeinde rüsten, die junge Dame in ihrer Sportkarriere zu unterstützen.

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