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Unterwössen | Volkstrauertag 2010 in Oberwössen

Autor +Ludwig Flug
Nov 9th, 2010 | by | Rubrik: Nachlese, Unterwössen
Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal zum Oberwössner Volkstrauertag durch Gemeinde und Oberwössner Vereine

Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal zum Oberwössner Volkstrauertag durch Gemeinde und Oberwössner Vereine

Oberwössen. Unter reger Teilnahme der Gottesdienstbesucher beging die Gemeinde Oberwössen bereits am Sonntag den Volkstrauertag. In einem Kirchenzug zogen zur Musik der Musikkapelle Wössen die Oberwössner Vereine und die Gebirgsschützenkompanie Wössen/Achental zur Pfarrkirche Mariä zu den Sieben Schmerzen.

Dort stimmte Pfarrer Hans Holzner in der vollen Kirche die Gemeinde im von der Musikkapelle umrahmten Gottesdienst auf den besonderen Tag ein. Er gedachte in seiner Predigt der Opfer der Kriege, den Gefallenen, Vermissten und auch den Opfern in der Zivilbevölkerung. Er verwies aber auch auf die Opfer von Gewalt und Terror in der derzeitigen Welt.

Vor dem Hintergrund des Grauens überall auf der Welt rief er auf, auf Gott zu Vertrauen. Auch wenn der nicht wie ein deus ex machina – so Holzner – die einzelne Missetat hindere, sei er da. Der Mensch, der damals wie heute von Verführern beeinflusst werde und in seiner Entscheidungsfreiheit oft den Demagogen vertraue, solle den Mut aufbringen, allzeit zu vertrauen und auf sein Herz zu hören. Denn der Frieden sei nicht einfach die Abwesenheit von Krieg. Frieden sei, wenn der Mensch die Menschenwürde des anderen achte, ihn respektiere und ihn so behandle. Der Mord beginne nicht erst, wenn jemand eine Waffe zücke, sondern zuvor mit Eifersucht und Neid. Der Ehebruch nicht erst mit dem Techtelmechtel, sondern zuvor, mit der Missachtung des Partners. Deshalb sei es so wichtig, sagte Pfarrer Holzner, den Mut aufzubringen, in dieser hastigen Welt auf sein Herz zu hören, seine Entscheidungen danach zu richten, den anderen zu achten und zu respektieren. Im kleinen Alltag eines jeden auf Gott zu vertrauen, das verändere die Welt im Großen.

Am Kriegerdenkmal legte Bürgermeister Hans Haslreiter im Namen der Gemeinde einen Kranz nieder. In einem kurzen Wort meinte er, die Toten und Vermissten der Kriege gehören zu den Wurzeln der Gemeinde. Deren Schicksal mahne, die aktuellen Probleme, seien sie politisch, wirtschaftlich, sozial oder kulturell, allzeit friedlich zu lösen. Auch Ludwig Voit für den GTEV D’Rechlberger und Lorenz Plenk für den Krieger- und Soldatenverein, wie auch die anderen Wössner Vereine, legten einen Kranz nieder und fanden mahnende Worte. Die Kranzniederlegung und stimmungsvolle Gedenkstunde endete mit dem Kanonen- und Gewehrsalut der Gebirgsschützenkompanie Wössen-Achental.

Gebirgsschützenkompanie Wössen/Achental schießt zum Oberwössner Volkstrauertag Gewehr- und Kanonensalut

Gebirgsschützenkompanie Wössen/Achental schießt zum Oberwössner Volkstrauertag Gewehr- und Kanonensalut

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