Unterwössen | Wanderung zu den Wildorchideen 2011
Jul 16th, 2011 | by lukk | Rubrik: Nachlese, Unterwössen
Kattari vom Ökomodell Achental (mit ausgestreckter Hand) lenkte der den Blick auch auf die vielen Eigenheiten der Natur und das gesamte Zusammenspiel.
Unterwössen. Um sich davon überraschen zu lassen, wie spannend die Natur im Achental sein kann, muss man nur ein paar Schritte mit dem Dipl.- Biologen Stefan Kattari vom Ökomodell Achental zu den Wildorchideen gehen. Ungefähr 20 Menschen jenseits der Vierzig interessierten sich und sind mit Kattari vom Unterwössner Parkplatz an der Achenbrücke in Richtung der Filze in Schleching-Mettenham gegangen. Nur langsam ging es voran, denn überall gab es etwas zu entdecken und auf jede Frage wusste Kattari die Antwort. Er kennt die Zusammenhänge und weiß zu berichten, wie sich eine gesunde Natur gegen Angriffe zur Wehr setzt, dass zum Beispiel dem Jahr mit starkem Insektenbefall das nächste Jahr oft mit einer höheren Dichte an Insektenfressern wie der Blaumeise folgt. Informationen gab es in Hülle und Fülle und selbst die kleinste Blüte fand die gebotene Aufmerksamkeit. Und vieles nahmen die Teilnehmer im Block oder im Gedächtnis zum Nachdenken mit. Zum Beispiel wenn Stefan Kattari auf die Bemerkung einer Interessierten zu einem “bösartigen” Bauminsekt meinte, “Das Insekt als bösartig zu bezeichnen, ist eine sehr menschliche Betrachtungsweise”.
Tatsächlich waren die Wanderer auf der Suche nach den Wildorchideen. Und sie hatten Erfolg. Schon in den Auenwäldern an der Ache fand Stefan Kattari die ersten Arten und dann natürlich auf den Streuwiesen am Buchberg. Die Teilnehmer der Exkursion freuten sich an den seltenen Pflanzen, so auch über das Große Zweiblatt, die Nestwurz und das breitblättrige Knabenkraut. Besonderen Schwerpunkt seiner Ausführungen legte Stefan Kattari auf den Umstand, dass es so Naturwunder wie die Orchideen nur in einem umfassend gesunden Lebensraum geben könne.
Vorjahresteilnehmer zeigten sich begeistert, weil es wieder vieles anderes und völlig Neues zu erfahren gab.





















































