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Unterwössen | Welche Schule für mein Kind? Info-Abend zum Übertritt in weiterführende Schulen

Autor +Ludwig Flug
Dez 6th, 2010 | by | Rubrik: Nachlese, Unterwössen
Infoabend 2010 an der Volksschule Unterwössen zum Schulübertritt auf weiterführende Schulen

Die Eltern in der Volksschule Unterwössen waren konzentrierte Zuhörer. Immerhin ging es um den Übertritt ihrer Kinder in die weiterführende Schule. Experten für den Schulübertritt - wie im Bild Phillip Bernhofer von der jetzt Mittelschule Grassau - nahmen ihnen die Ängste vor der schwerwiegenden Entscheidung und gaben Informationen.

Unterwössen. Knapp fünfzig Elternteile hatten sich in der Aula der Volksschule zusammen gefunden, um sich von Experten über den Übertritt ihrer Kinder aus der Grundschule in die weiterführenden Schulen zu informieren.

Das wesentliche Rüstzeug für die Elternentscheidung gab es bereits zu Beginn von Gabriele Henke, Lehrerin an der Volksschule Grassau. Jeder solle sich kritisch hinterfragen, wie realistisch die eigenen Elternwünsche und die denen bereits oft widersprechenden Kinderwünsche seien. Das zu beurteilen, helfe zunächst einmal der Notendurchschnitt, der schon den einen Weg aufzeige, den anderen vielleicht doch eher unrealistisch erscheinen lasse. Doch die Eltern sollten die Umstände, die zu diesen Noten geführt hätten, in die Überlegungen einbeziehen. Sei das Kind nur mit Mühe dahin gekommen, z.B. mit Nachhilfe, ungeheurem Arbeitsaufwand, ständigem Antrieb, oder gebe es da noch Potential? Wie habe das Kind bisher die Einschnitte bewältigt, z.B. den von der 2. in die 3. Klasse. Der Übergang von der einen zur anderen Schule, von der vierten oder fünften Klasse in die weiterführende Schule sei ein echter Einschnitt und die früher gemachten Erfahrungen seien da oft hilfreich einzuschätzen, wie das Kind das bewältigen werde. Vor allem aber sei es wichtig, den bisherigen Klassenlehrer bei der Entscheidung hinzu zu ziehen. Der habe das Kind in schulischen Stresssituationen erlebt, gesehen, wie das Kind unter Einflüssen wie Klassenlärm arbeitet oder Lernstresssituationen bewältigt. Dessen Ansicht habe deshalb Gewicht. Und dann solle man sich auch über die in Betracht kommende Schulform informieren. Dabei solle man beachten, dass auch die neue Schule kein Interesse habe, jeden Schüler zu gewinnen. Das Bestreben der Schulen sei es immer, den passenden Schüler zu gewinnen.

Darauf bauten auch die Kollegen auf. Phillip Bernhofer von der jetzt Mittelschule Grassau beruhigte die Eltern und verwies darauf, dass das Schulsystem eigentlich von jeder Schulform auch spätere Übertritte zuließen, so dass eigentlich aus jeder Schulform auch jeder Abschluss im Zweifel eben durch Übertritte zu erreichen sei. Da könne auch später noch korrigiert werden.

Das stellte auch Volker Schmalfuß von der Realschule Grassau noch einmal deutlich heraus, indem er die einzelnen Übergangsmöglichkeiten aufzeigte.  Er beleuchtete  aber auch die Grundprinzipien der Schulformen z.B. im Fachlehrerprinzip auf seiner Realschule zum Klassenlehrerprinzip der Mittel und Hauptschule.

Ralf Sepper vom Landschulheim Marquartstein nahm dann den Eltern erneut die Angst vor der eigenen Verantwortung. Er belegte, dass die Eltern im Zusammenwirken mit Altlehrern und Neulehrern in überraschend überzeugendem Umfang die richtigen Entscheidungen träfen, wenn sie den neuen Schultyp wählten. Die Erfolgsquoten der Schulen in den Vorjahren zeigen, dass sich die Kinder auf den von den Eltern gewählten Schulen nahezu immer erfolgreich durchsetzen und bis zum erfolgreichen Abschluss behaupten konnten.

Weiter machte er den Eltern auch Mut, den Zugang über den Probeunterricht eine Zugangsart am Notenbild vorbei zu suchen. Auch Schüler, die auf diesem Weg den Zugang zu ihrer Wunschschule gefunden hatten, zeigten sich nach der Statistik immer als den Anforderungen gerecht und in den Leistungen erfolgreich.

Und wenn befragte Schüler ihre Schule sehr oft als die beste Schule empfanden – so Sepper -, so war an diesem Abend auch den Experten die Begeisterung für die jeweils eigene Schule anzumerken. Sie zeigten jeweils auch die Schönheiten, die erfolgreichen Projekte und Leistungen Ihrer Schule auf, um den Eltern schon einmal einen Vorgeschmack zu geben.

Die haben jetzt im nächsten Jahr rechtzeitig Gelegenheit, sich bei den jeweiligen Tagen der offenen Tür ein eigenes Bild von den weiterführenden Schulen zu machen, um dann die Entscheidung für ihre Kinder zu treffen.

Rektor Otto Manzenberger von der Volksschule Unterwössen schloss mit einem Dank an alle Beteiligten die Veranstaltung und die Eltern gingen mit einem Haufen an Informationen und Internet-Links heim, sich auf die Entscheidung zum Wohl Ihrer Kinder im Jahr 2011 vorzubereiten.

www.vs-unterwoessen.de

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