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Unterwössen | Wössner Advent 2010

Autor +Ludwig Flug
Nov 23rd, 2010 | by | Rubrik: Nachlese, Unterwössen
Wössner Advent 2010 - verkaufsoffenes Wochenende am 20. November

Wössner Advent 2010 - verkaufsoffenes Wochenende am 20. November

Unterwössen. Es hat alles gepasst zum Wössner Advent der Einzelhändler in Oberwössen und Unterwössen. Hatten sich Monate zuvor beim Wössner Wirtschaftsverband keine Tendenz zu dieser Veranstaltung gezeigt, hatten sich dann doch in Eigenregie so viele der Einzelhändler gefunden, die das Angebot eines verkaufsoffenen Wochenendes nutzen wollten, dass der Wössner Advent dann doch eine runde Sache wurde. Und das Wetter und damit auch viele auswärtige Besucher haben mitgespielt.

Als einziger Einzelhändler aus Oberwössen hatte das Café “Ton und Mehr” mitgemacht. Bernhard und Regina Bauer hatten das Angebot nicht nur um ein Weißwurstfrühstück erweitert, sondern vor allem das Keramikangebot von Regina Bauer um eine Adventsausstellung von Dekorationsartikeln erweitert. Obwohl Kilometer entfernt vom Besucherstrom auf der Unterwössner Hauptstraße hatte es darauf einen unerwartet großen Besucherstrom gegeben, von dem sich Bernhard Bauer auch am Montagmorgen noch begeistert zeigte. Die Bauers werden auch das nächste Mal wieder dabei sein. Bei Matador auf der Wössner Hauptstraße stöberten ständig Kunden im Modegeschäft und wenige Meter entfernt bei Schuhe und Sport Färbinger gab es trotz großen Personalaufwandes immer wieder Wartezeiten im Ansturm auf die Wintermode, Wanderschuhe und vor allem Wintersportartikel. Ständig bis auf den letzten Platz besetzt waren auch die Tische im Café Niebold. Und bei Farben und Basteln Heser, wo die Advents und Weihnachtsdekoration ohnehin zum Kerngeschäft gehört, platzte das Ladenlokal zweitweise aus den Nähten. Bei Sachenbacher gelang eine reizvolle Mischung aus dem üblichen Adventsangebot und den im Garten angebotenen Dachsen, Motorsäge- und Holzarbeiten. Am offenen Feuer gab es dazu einen Glühwein. Bei der Bäckerei Guggenbichler war die Kaffeetafel im überaus engen Treppenhaus ein echter Geheimtipp, an der sich die Wössner drängten. Im weihnachtlich dekorierten Geschäft gab es neben den Backwaren auch Wein und Appetithappen von UVA-AU.

Mister Moneymaker - nicht ganz adventlich, aber trotzdem aktuell. Dem Moneymaker sitzt unter dem vornehmen Hut eine Schmeißfliege. Geldscheine wachsen ihm aus dem Kopf.

Mister Moneymaker - nicht ganz adventlich, aber trotzdem aktuell. Dem Moneymaker sitzt unter dem vornehmen Hut eine Schmeißfliege. Geldscheine wachsen ihm aus dem Kopf. (Aufbaukeramik der Raitner Künstlerin Majlis Dobel, ausgestellt bei Blumen Glanz und im Dorf in aller Munde.)

Das alles wurde aber von Blumen Glanz und dem Möbelhaus Kurfer übertroffen, deren Angebot für sich schon jeweils kleine Adventsmärkte darstellte. Bei Glanz backte der Chef persönlich mit sorgsam ausgeklügelter Technik die Südtiroler Maroni, kam aber nie mit der Nachfrage nach. Der Gartenbauverein hatte einen großen Stand mit Verkauf von Getränken und Brotzeiten. Die Ministranten lieferten Spruchsteine und wie gewohnt Waffeln bis zum Abwinken. Von der Advent und Weihnachtsdekoration im Geschäft wurde man erschlagen, während man über den knirschenden schwarzen Sand schritt, der dort den Boden bedeckte. Selbst einen Streichelzoo mit Schafen gab es.

Um das Möbelhaus Kurfer gab es eine kleine Budenstadt, in der z.B. der Kindergarten, Moarhof und Spiel- und Gartencenter Dinge für den Advent anboten. Drinnen blieb nach zwei Verkaufstagen von der zunächst überbordenden Adventsdekoration am Ende nur wenig. Auch hier gab es ein gemütliches ständig frequentiertes Eckchen, in dem Weinproben ausgeschenkt wurden.

Vor allem aber auch die heimischen Künstler haben das Angebot genutzt. Manfred Feith-Umbehr hatte sein Atelier geöffnet und neben seinen Arbeiten hatte die Rimstingerin Carmen Strasser ihren Schmuck ausgebreitet. Schmuck gab es auch bei der Bergenerin Rosemarie Huber, die im Möbelhaus ausstellte. Der Mister Moneymaker, den die Raitnerin Majlis Dobel neben anderen großen Keramikarbeiten bei Blumen Glanz ausgestellt hatte, war im Dorf in aller Munde. Klaus Allekotte hatte sein Atelier über das ganze Kellergeschoss seines Hauses Im Wendelfeld mit vielen Bildern eröffnet und erlebte großen Zuspruch.

So gab es am Ende überall zufriedene Gesichter, bei den Besuchern, denen dieses bunt gemischte Angebot sehr gefallen hat, vor allem aber auch bei den Einzelhändlern, die sich jetzt wieder ganz sicher sind. Es geht schon was in Unterwössen, ja wenn das Wetter mitspielt.

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